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Geht’s der Mitte gut, geht’s uns gut!

Starke Abwehr: Das „schmeckt“ unserem Darm.


Geht’s der Mitte gut, geht’s uns gut!
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Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, steigt das Risiko einer Erkältung. Was es braucht? Eine starke Immunabwehr. Und die sitzt zu rund 80 Prozent in unserem Darm. Wie wir ihn stärken:

Er ist an Faszination kaum zu überbieten. Die Rede ist von unserem Darm. Auf einer Länge von bis zu siebeneinhalb Metern und einer Oberfläche von sagenhaften 500 Quadratmeter beheimatet unsere Verdauungszentrale rund 100 Billionen Bakterien. Sie werden als Mikrobiom bezeichnet und sind dafür verantwortlich, dass die aufgenommene Nahrung verdaut und weiterverarbeitet wird. Doch der Einfluss unserer Darmflora reicht viel weiter. So trägt ihre Zusammensetzung zu unserem allgemeinen Wohlbefinden und sogar zu guter Stimmung bei.

Ein Ungleichgewicht mit Folgen

Rund 70 bis 80 Prozent aller Immunzellen sind hier lokalisiert. Gerät die Darmflora durch Magen-Darm-Erkrankungen, einseitige Ernährung oder eine Antibiotika-Kur aus dem Lot, sind nicht selten Verdauungsprobleme, Bauchschmerzen, Abgeschlagenheit und sogar depressive Verstimmungen die Folge. Selbst die Anfälligkeit für Infekte kann steigen.
Grund dafür sind Entzündungen, die durch das Ungleichgewicht – und vor allem in Kombination mit Stress – gefördert werden. Es kann zu Schäden an der Darmschleimhaut kommen; der Darm als leistungsstarker Schutz funktioniert nicht mehr optimal und wird durchlässig für fremde Keime und mögliche Krankheitserreger. Die Medizin spricht vom sogenannten „Leaky-Gut-Syndrom“, einem „löchrigen“ Darm.

Die Darmflora unterstützen

Um dem entgegenzuwirken und unsere Immunabwehr pünktlich zum Start der Erkältungszeit zu mobilisieren, gilt es, die Darmflora zu unterstützen. Wie dir das gelingt? Das verraten wir jetzt: Besonders wichtig ist, wie soll es anders sein, die Ernährung. Fällt sie zu einseitig aus, geht das zulasten unserer Darmflora. Gerade Zucker, der besonders den schlechten Darmbakterien schmeckt und so deren Ernährung fördert, sollte nur mit Maß und Ziel konsumiert werden. Aber auch Fette – ganz gleich, ob gesättigt oder ungesättigt – können unsere Mitte ins Ungleichgewicht bringen. Sie machen den Darm träge. Den gegenteiligen Effekt erzielt pflanzenbasierte Kost: Die Pflanzenfaser, die vor allem in Hülsenfrüchten reichlich enthalten sind, bilden die Gruppe der Ballaststoffe. Diese sogenannten präbiotischen Lebensmittel sind die Nahrungsgrundlage unserer guten Darmbakterien. Ebenso wichtig sind Probiotika – dabei handelt es sich um Mikroorganismen, die vor allem bei der Fermentierung entstehen. Diese zum Beispiel in Sauerkraut und Joghurt enthaltenen Helferlein greifen den guten Darmbakterien kräftig unter die Arme. Tipp: Ist unsere Darmflora bereits in Mitleidenschaft gezogen und machen sich erste Symptome bemerkbar, unterstützen Präparate aus der Apotheke, die Probiotika in hoher Konzentration enthalten.
Wer sich zudem körperlich betätigt und so die Darmperistaltik anregt und sich bewusste Auszeiten vom stressigen Alltag nimmt, greift seiner Darmflora tatkräftig unter die Arme. Einem goldenen Herbst steht somit nichts mehr im Wege. Wir wünschen: Eine schöne Zeit!

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