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Es hat sich ausgekocht: Jamie Oliver meldet Insolvenz für seine UK-Restaurants an

Der innovative Koch mit dem charmanten britischen Akzent steht vor seinem beruflichen Tiefpunkt: Er musste für seine Restaurant-Kette Insolvenz anmelden!

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Starkoch Jamie Oliver sitzt auf einem Stuhl und beobachtet
© 2014 Getty Images/Jamie Oliver

"Ich bin am Boden zerstört, dass unsere beliebten britischen Restaurants in Konkurs gegangen sind. Ich bin zutiefst traurig über dieses Ergebnis und möchte allen Menschen danken, die im Laufe der Jahre ihr Herz und ihre Seele in dieses Geschäft gesteckt haben" - mit diesen Worten wandte sich der Starkoch an seine Instagram-Communitiy. Aber wie konnte es soweit kommen?

Schon 2018 mussten 12 Restaurants geschlossen werden

Das Drama um sein kulinarisches Imperium hat sich schon 2018 angebahnt: Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, musste er damals bereits 600 MitarbeiterInnen entlassen und 12 seiner Restaurants schließen. Damals habe nur ein perfekt ausgearbeiteter Restrukturierungsplan die drohende Katastrophe noch einmal abwenden können. 2018 lag sein geschätztes Vermögen noch bei 175 Millionen Euro. Daher ist es auch nur schwer vorstellbar, dass die Geschichte rund um den Starkoch jetzt ein abruptes Ende zu finden scheint.

Laut Daily Mail soll die italienische Restaurantkette "Jamie's Italian" mit einem Schuldenwert in Höhe von 81,7 Millionen Euro und damit verbunden 1.300 Arbeitsplätzen, die auf dem Spiel stehen, vor dem Aus stehen. Dass die Briten grundsätzlich einen doch eigenwilligen Geschmack haben (wir sagen nur "Haggis"), ist kein Geheimnis. Aber Pizza und Pasta?! Das mag doch wirklich jedes Kind! Offenbar nicht...

"Uns ist einfach das Geld ausgegangen"

Das waren Jamies Worte im August 2018, als er zum Interview bei der Financial Times geladen wurde und das erste Mal über die finanziellen Probleme seiner Restaurant-Kette sprach. Damals wären die finanziellen Probleme für ihn überraschend gekommen. Er machte vor allem den Budget-Verantwortlichen Vorwürfe: "Sie haben vierteljährliche Besprechungen. Sie machen Vorstandssitzungen. Leute, die diese Dinge verwalten sollen, sollten diese Dinge eben auch verwalten". Nach eigenen Angaben habe er damals 13 Millionen Pfund aus eigener Tasche investiert, um die Insolvenz abzuwenden. Diesmal sieht es nicht danach aus, als könne er die Schulden ein zweites Mal mittels Privatvermögen ausgleichen.

Laut OE24 seien die österreichischen Standorte zum jetzigen Zeitpunkt nicht von der Insolvenz betroffen. Wir wünschen dem sympathischen Briten, der 1999 als "The Naked Chef" weltweit bekannt wurde, ganz viel Kraft für die bevorstehende Zeit und hoffen, dass es sich nicht ganz ausgekocht hat!

Thema: Society