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"Stay weird!": Die rührendste Oscar-Rede

Die meisten kannten ihn bis zu seinem Oscar-Gewinn noch nicht, aber Graham Moore sorgte nicht nur bei uns für Tränen in den Augen- sondern ebenso bei Oscar-Gewinnerin Julia Moore und vielen anderen Star-Gästen der Oscar-Verleihung.

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Graham Moore
© Kevin Winter/Getty Images

Für das adaptierte Drehbuch zu "The Imitation Game" konnte Graham Moore gestern Nacht die begehrteste Filmtrophäe Hollywoods entgegen nehmen und nutzte die kurze Zeit, die den Gewinnenden auf der Bühne zur Verfügung stehen, bevor sie von der einsetzenden Musik vertrieben werden, für ein beeindruckendes Geständnis und Plädoyer:

Stay weird, stay different

In "The Imitation Game" wird das Leben des genialen Mathematikers Alan Turing (Benedict Cumberbatch) porträtiert, der im 2. Weltkrieg das schier Unmögliche schaffte und den als unentschlüsselbar geltenden Enigma-Code der deutschen Wehrmacht knackte, jedoch später aufgrund seiner sexuellen Orientierung verfolgt wurde. Dazu hatte Graham Moore die folgenden Worte:

"Als ich 16 Jahre alt war, habe ich versucht mich selbst zu töten, da ich mich eigenartig und anders fühlte und das Gefühl hatte, nicht dazu zu gehören. Und nun stehe ich hier!
Daher möchte ich, dass dieser Moment für all jene Kinder da draußen ist, die glauben sie sind eigenartig, anders oder dass sie nirgends dazu gehören. Du gehörst dazu! Das verspreche ich dir! Bleib eigenartig, bleib anders und wenn du an der Reihe bist, auf einer Bühne zu stehen, dann gib diese Nachricht weiter."

Themen: Videos, Oscars