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Stevia: Die Vor- und Nachteile

300-mal süßer als Zucker soll Stevia sein, und das ganz ohne Kalorien. Wir haben die Vor- und Nachteile der Trendpflanze unter die Lupe genommen.


Stevia: Die Vor- und Nachteile

Sie ähnelt rein äußerlich der Pfefferminze, stammt ursprünglich aus Südamerika und soll die neue natürliche Alternative zu künstlichen Süßstoffen und Zucker sein. Seit Stevia im Dezember letzten Jahres in der Europäischen Union zugelassen wurde, setzen die großen Nahrungsmittelhersteller auf das Wunderkraut. Egal ob Joghurt, Erfrischungsgetränk oder Naschereien, die Produktpalette, in der die Süße eingesetzt wird, ist mittlerweile groß.

Facts rund um Stevia

Der Hype um Stevia ist schnell erklärt. Es ist 300-mal intensiver als Zucker und dabei kalorienfrei. Beim Genuss schnellt der Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe, weshalb es für Diabetiker bestens geeignet ist. Für Menschen, die unter Zuckersucht leiden, optimal. Aber es gibt auch Nachteile. Der leicht an Süßholz erinnernde Eigengeschmack ist nicht jedermanns Sache. Daher wird der süßende Inhaltsstoff Steviol in einem aufwendigen Verfahren industriell gewonnen. Heraus kommt dabei Stevia-Süßstoff ohne Eigengeschmack. Der findet sich als weißes Pulver, klare Flüssigkeit oder kleine weiße Tabletten mit der Kennzahl E960 in den Supermarktregalen.

So verwendet man Stevia

Wer es natürlich mag, kann die Blätter der Steviapflanze nutzen - sie wächst auf jedem Fensterbrett. Direkt in den Tee gegeben, entfalten sie ihre Süßkraft. Aber auch getrocknet und zu Pulver verarbeitet, erfüllen die Blätter (in Bioläden erhältlich) ihre Aufgabe. Viele weitere Infos finden Sie im Buch Stevia - gesunde Süße selbst gemacht (blv, € 13,40) .

Die Vorteile von Stevia

• Stevia ist 300-mal süßer als normaler Zucker. In seiner Heimat Südamerika wird es deshalb schon seit Jahrhunderten als natürliches Süßungsmittel genutzt.

• Die Blätter versüßen Tee oder Limonaden, getrocknet oder als Pulver zermahlen, halten sie ewig. Industriell verarbeitet werden sie zu einer klaren Flüssigkeit, weißem Pulver oder kleinen weißen Tabletten ganz ohne Eigengeschmack.

• Egal ob in Limonaden, Joghurts oder Süßwaren, Stevia wird immer öfter dazu verwendet, unser Essen ohne Kalorien zu versüßen. Sie können es auch zum Backen verwenden, allerdings nur mit eigenen Steviarezepten, da das Mischverhältnis anders ist. Hier finden Sie ein Rezept für Birnen-Kompott mit Stevia.

Die Nachteile von Stevia

• Damit der süßholzartige Eigengeschmack verloren geht, wird Stevia industriell verarbeitet. Hierbei werden die süßen Moleküle, das Steviol, der Pflanze entzogen. Ab diesem Zeitpunkt kann es leichter verarbeitet werden, muss aber auch als Zusatzstoff E960 gekennzeichnet werden.

• Auch wenn Stevia keine Kalorien hat, sollten Sie das nicht als Freibrief nehmen, alles damit zu süßen. Denn die Geschmacksknospen gewöhnen sich schnell an die Süße und wollen die Intensität dann weiter steigern. Laut Lebensmittelbehörde sollte der tägliche Konsum von E960 vier Milligramm pro Kilo Körpergewicht nicht überschreiten. Das bedeutet für einen 60 kg schweren Menschen nur 0,24 Gramm pro Tag. Seien Sie also vorsichtig beim Dosieren.

Redaktion: Jasmin Altrock

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