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Diese Mutter klagt: "Stillen ist kein Glücksgefühl!"

Das Posting dieser Mutter über die schmerzhafte Realität des Stillens ging durch die Resonanz anderer Mamas weltweit viral. Wie denkst du darüber?

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Diese Mutter klagt: "Stillen ist kein Glücksgefühl!"
© Instagram/BurzoLife

Muttermilch ist die beste Ernährung für dein Baby. Ist man selbst und das Kind gesund, sollte versucht werden, die ersten sechs Monate zu stillen, heißt es in den Ratgebern. Auch Teilstillen, also eine Mischung aus Stillen und der Gabe gekaufter Säuglingsnahrung, ist laut ExpertInnen besser, als gar nicht zu stillen. Überhaupt sorgt Stillen für eine besonders enge, einzigartige Bindung zwischen Kind und Mutter. Es ist eine wundervolle Erfahrung.

Wir hoffen, dass der letzte Punkt auf dich zutrifft. Aber nicht alle Mütter empfinden das Stillen als etwas Schönes, Angenehmes, als etwas, das ihr Leben mit einem Baby bereichert. Bei kaum einer Mutter klappt das Stillen auf Anhieb und bei den wenigsten beginnt diese Phase völlig komplikationslos. Schon der Milcheinschuss in den ersten Tagen nach der Geburt ist unangenehm. Milchstau, wunde Brustwarzen und Brustentzündungen tun ihr übriges. Ganz zu schweigen von Babys, die einfach nicht richtig an der Brust trinken können und am Ende viel zufriedener sind mit einer Flasche.

"Das tägliche Stillen ist ein Kampf!"

Die Fotografin und Jung-Mama Angela Burzo postete auf Instagram nun ein Foto, das sie weinend und verzweifelt beim Stillen zeigt. Dazu veröffentlichte sie ihren Erfahrungsbericht, der anders klingt als die meisten Berichte über die Freuden des Stillens:

"Ich liebe die Bilder jener Mütter, die in schöner Kleidung liebevoll ihre Babys ansehen, während sie es stillen und dabei sein kleines Händchen halten. Leider ist das nicht meine Realität. Ich hätte es gerne so – aber ich kann nicht weiter verleugnen, welcher Kampf das Stillen täglich für mich darstellt."

Sie mache sich Sorgen, ob sie ihrem Baby genug Milch geben kann, ihre Brustwarzen seien wund und würden schmerzen, ihr Baby könne nicht richtig trinken und sei deshalb hungrig und verzweifelt. "Heute war wieder einer dieser Tage, an denen alles schief lief. Sie war gierig, aber nervös, sie konnte nicht richtig trinken, hat nicht genug gegessen, geweint – und ich war nur mehr müde und frustriert. Dieses Foto zeigt mich in aller Ehrlichkeit, meine Still-Realität: Eine abgekämpfte Frau, die ihrem Kind das Beste geben will, und doch das Gefühl hat zu scheitern."

Breast ist Best? Das Zweitbeste ist auch super!

Das Posting ging im Nu viral. Mehr als 9.000 Mütter teilten Angelas Beitrag auf Instagram, mehrere tausend Kommentare sprachen der jungen Frau zu: "Danke für deine Ehrlichkeit. Du bist nicht alleine." Der Tenor: Stillen sei für das Kind wichtig – aber man müsse es nicht zum schönsten Moment des Lebens jeder Frau glorifizieren.

Das Wichtigste an der Debatte? Letztlich bleibt es die persönliche Entscheidung der Mutter, wie sie ihr Baby ernährt und ob sie das Neugeborene lieber abstillt. Auch wenn das Stillen bestimmte Vorteile hat, gedeihen Kinder auch mit der industriell hergestellten Säuglingsmilch ausgezeichnet.

Was wir daraus lernen? Stillen kann schön und praktisch sein, ist natürlich. Aber es ist eben *nicht* immer das Beste für Mutter und Kind. Es kann anstrengend sein, kompliziert, schmerzhaft. Es kann sein, dass das Kind nicht satt wird, nicht gut trinkt, nicht zufrieden ist. Also freuen wir uns doch, dass es hierzulande derart gut kontrolliere Baby-Nahrung gibt. Keine Mama muss sich dafür schämen und auch niemand sonst sollte sich weiter einen schiefen Blick leisten, wenn er ein Flaschen-Kind sieht!

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Autor

So ein Drama! Wenn es nicht klappt, dann sollte man es lassen! In den ersten Wochen ist es schmerzhaft, bis sich der Körper an die neue Aufgabe gewöhnt, da sind wir alle durch, aber es wird besser. Für mich persönlich, ist es das schönste, intimste Moment mit meiner Tochter, ihr Gesichtsausdruck und ihre Nähe sind unbezahlbar!

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