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Stillen als Vollzeitjob: Mütter berechnen, wie viel sie fürs Stillen verdienen würden

Ist Muttermilch wirklich gratis? Eine Frage, die wir uns eigentlich nicht zu stellen brauchen. Eine Mutter teilte nun einen augenöffnenden Tweet.

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Stillen als Vollzeitjob: Mütter berechnen, wie viel sie fürs Stillen verdienen würden
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Muttermilch ist gesund für das Kind, stärkt sein Immunsystem und ist noch dazu ziemlich praktisch, denn die Zubereitung des Fläschchens bleibt einem erspart. Die Nahrung für das Kind ist in perfekter Temperatur praktisch immer dabei. Zudem ist Muttermilch kostenlos. Oder doch nicht? Eine Frau aus den USA hat sich darüber ein paar Gedanken gemacht. Und zwar auf Twitter:

"Eine Frau hat mir gerade erzählt, dass sie ungefähr 4866 Stunden ihres Lebens mit Stillen verbracht hat und dass Muttermilch nur dann gratis ist, wenn wir die Zeit von Frauen, ihre Körper und Pflegedienste als wertlos ansehen", so der Tweet der US-Amerikanerin Kera Lovell übersetzt. Die Geschichtsprofessorin trifft damit einen Nerv, denn Frauen werden für ihren Vollzeitjob als Mutter oftmals wenig wertgeschätzt. Die Karenzzeit wird häufig als "Urlaub" abgetan. Und bei Gott, das ist kein Spaziergang, das wissen wir. Unsere Redakteurin hat übrigens die Frage beantwortet, wie ihr Tag in ihrer Karenz aussieht.

Der Tweet wurde über 2.600 Mal geteilt. Und auch in den Kommentaren zum Tweet tut sich einiges. So berichten Mütter über ihre eigenen Erfahrungen:

  • "Ich habe drei Kinder, von denen jedes etwas mehr als zwei Jahre nach seinem Geschwisterchen geboren wurde. Ich habe acht Jahre lang ununterbrochen gestillt. Das kann ich gar nicht ausrechnen."
  • "Ich habe etwa 690 Stunden mit Stillen verbracht, und darin ist die Zeit, die ich fürs Abpumpen investiert habe, nicht eingerechnet. Es ist eine Menge, aber eine Herzensaufgabe."
  • "Eine Runde Stillen dauerte eine Stunde und 10 bis 12 Mahlzeiten am Tag bedeuten, dass das mehr als ein Vollzeitjob war. Ich fühlte mich schuldig, den ganzen Tag nichts geschafft zu haben, aber dann fiel mir ein, dass mein Job ja war, ein Baby zu füttern."

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