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Periode: Das hilft gegen Stimmungsschwankungen

Tieftraurig, grantig, zickig: Einmal pro Monat verwandle ich mich in ein Monster. Die Periode und die leidigen Stimmungsschwankungen: Das hilft wirklich.

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Periode: Das hilft gegen Stimmungsschwankungen

Eigentlich will ich niemanden sehen (einmal pro Monat)

© iStockphoto

Ich finde es selbst zum Kotzen, aber einmal pro Monat verwandle ich mich in ein Monster. Ich werde unfassbar grantig, würde am liebsten jeden anbellen, der sich mir nähert, bin urplötzlich zickig, will meinen Freund einfach nur missverstehen und beiße ihn weg – und im nächsten Augenblick heule ich mir bei der Merci -Werbung die Augen aus dem Kopf und will nur mehr gedrückt und lieb gehabt werden.

Die Periode und ihre Begleiterscheinungen. Die verdammten Hormone, sie haben mich im Griff, sie machen aus mir für drei bis fünf Tage ein emotionales Wrack (und aus meiner engsten Umgebung ebenfalls).

Periode: Blähungen und Stimmungsschwankungen

Da ist nicht nur der Busen, der anschwillt und schmerzt, da sind die Pickel, die plötzlich an Wangen und Kinn hervorpoppen, eklige Kopf- und Rückenschmerzen, Blähungen und Durchfall, unberechenbarer Heißhunger, Wassereinlagerungen ... Bäh. Ich fühle mich unsexy und nicht wahnsinnig liebenswert.

Achtung. Wer sich mir jetzt nähert...

Schon klar: Nicht jede Frau leidet so stark unter ihren Tagen. Bei manchen tritt vor der Menstruation null PMS auf, merkt man keine Stimmungsschwankungen während der Periode (war bei mir früher auch so). Aber bei vielen von uns eben doch.

Warum Frauen während ihrer Periode unter starken Stimmungsschwankungen leiden, das konnte von der Wissenschaft noch nicht restlos geklärt werden. Die Ursache ist für mich eigentlich auch eher nebensächlich, denn ich will nur wissen: Was hilft gegen meine Perioden-Depression?

Gleich vorweg: Antidepressiva aus der Apotheke sind kein probates Mittel, um die Stimmungsschwankungen bei der Regel in den Griff zu bekommen. Es handelt sich dabei um richtige Hämmer, die aus diesem Grund auch nur vom Arzt verschrieben werden sollte. Denn gegen Nebenwirkungen wie Blutbildveränderungen, Leberfunktionsstörungen, Libidoverlust (Kreisch!) und Gewichtszunahme erscheinen mir die Begleiterscheinung meiner Periode tatsächlich ... äh ... erträglich.

Was also hilft:

1

Sport. Selbst wenn ich mich während und vor meiner Tage wie "Free Willy" fühle: Workout während der Regel sorgt für Ablenkung und regt den Endorphin-Ausstoß an. Und eine Überdosis Glückshormone kann man während dieser Zeit nun wahrlich brauchen.

2

Autogenes Training. Ja, wir können uns selbst programmieren. Wenn du üble Laune hast und dich schrecklich und ungeliebt fühlst, dann legst du dich am besten auf den Rücken und entspannst ganz bewusst nach und nach alle Muskelgruppen. Dazu solltest du jetzt positive "Ich"-Botschaften formulieren: "Ich bin liebenswert und sexy." Oder: "Ich will mich heute an allem freuen." Das klingt zwar nach absurdem Hokuspokus, hilft aber wirklich. Auch Yoga hilft übrigens bei Menstruationsbeschwerden, hier die Anleitung!

3

Gesund leben. Sollten wir natürlich immer. Aber gerade in der Zeit während und vor der Menstruation gilt: wenig Alkohol, Kaffee, Zucker, Nikotin. Der Grund: Man fühlt sich besser – und das wirkt sich auch auf die Laune aus.

4

Ernährung. Während ihrer Tage sollten Frauen auf eine vitamin- und mineralstoffreiche Kost achten und ungesättigte Fettsäuren zu sich nehmen, das zumindest besagt eine Studie der University of Massachusetts . Demnach litten Frauen, die gezielt Vitamin D, Kalzium und Vitamin B6 zu sich nahmen, weniger unter den Beschwerden der Periode und fühlten sich besser.

5

Die Pille. Wenn sie dein Verhütungsmittel ist, dann leidest du statistisch gesehen weniger unter den hormonell bedingten Stimmungsschwankungen.

Und wenn das alles nicht mehr hilft, dann schnapp dir einen großen Becher Eis, eine Familienpackung Taschentücher und die dritte Staffel deiner Lieblingsserie. Wenn du die durch bist, hast du sehr wahrscheinlich auch die Tage überstanden...