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Strahlende Nicole Beutler erzählt im WOMAN-Talk: "Lass mich aufs Leben ein"

Ein arrogantes Flair umgibt sie nur mehr auf der Bühne – derzeit in Schnitzlers „Anatol“. Privat strahlt die Aktrice pure Lust am Leben aus.


Strahlende Nicole Beutler erzählt im WOMAN-Talk: "Lass mich aufs Leben ein"
© WOMAN/Stemmer

Eine gewisse angeborene Noblesse kommt der Schauspielerin zugute, wenn sie ab 6. 12. im Landestheater Niederösterreich eine Dame der besseren Gesellschaft gibt. Als Privatperson hat die 39-Jährige aber jahrelang daran gearbeitet, weniger unterkühlt und distanziert zu wirken. Mit Erfolg: Freundlich, fröhlich und frisch von der Leber weg steht Nicole Beutler – die seit zwei Jahren mit „Kurier“-Kulturchef Gert Korentschnig und seit kurzem auch mit Hund Leicester in einer Ringstraßenwohnung lebt – im WOMAN-Interview Rede und Antwort.

DANCING STARS WAR RICHTIG

Woman: Sie spielen jetzt das zweite Stück in Folge in St. Pölten. Eine aufstrebende Bühne...

Beutler: Ja, was die Isabella Suppanz aus diesem Haus gemacht hat – Chapeau! Sie hat nicht nur Gastspiele aus aller Welt, sie hat auch ein sehr gutes Ensemble geschaffen. Das kritisiere ich an vielen anderen österreichischen Häusern – es werden keine Talente mehr als Publikumslieblinge aufgebaut. Und jetzt haben wir kaum noch welche.

Woman: In „Anatol“ spielen Sie die noble Gabriele, die mit ihrem Exliebhaber über seine neue Liebe, ein Mädel aus der Vorstadt, spricht...

Beutler: Die Thematik ist von der heutigen Zeit natürlich eingeholt worden. Aber bei Texten von Schnitzler reicht es, einfach zu hören und zu empfinden. Kein anderer hat die österreichische Seele so erkannt. Als Freud gerade begonnen hat, die Psychoanalyse zu entwickeln, hat er sie schon dramatisiert!

Woman: Gabriele gibt Anatol Blumen für sie mit: „… von einer Frau, die vielleicht ebenso lieben kann wie du und die den Mut dazu nicht hatte.“ Welchen Mut braucht es zur Liebe?

Beutler: Viel Mut braucht es zur Liebe! Das ist das Zeitgemäße an dem Stück: Viele Menschen haben nicht den Mut, sich aufeinander einzulassen. Sie wollen einen Partner, doch sie suchen ständig nur sich selbst, ohne das Du zu erkennen. Fordern, fordern, fordern! Sie wollen geliebt werden, sind aber nicht bereit, Liebe zu geben.

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