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365 Tage laufen? Das ist Streakrunning!

Menschen, die täglich laufen gehen, nennen sich Streakrunner. Sie gönnen sich keinen Tag pause und joggen in jedem Wetter.

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Streakrunner
© unsplash.com/Dev Dodia

"Boah, ich war letzte Woche viermal laufen!", dieser Satz kann schon ziemlichen Neid beim Gegenüber auslösen. Doch den Briten Ron Hill kannst du damit wahrscheinlich nicht beeindrucken. Der ist nämlich ein Streakrunner und joggte jeden Tag, 365 Tage im Jahr!

Doch der über 70-jährige ist nicht der einzige Mensch, der jeden Tag läuft. Es hat sich eine echte Community gebildet, die davon überzeugt ist, dass man eigentlich keinen Ruhetag zwischen sportlichen Aktivitäten braucht. Normalerweise wird das ja von ExpertInnen empfohlen, doch die Streakrunner beweisen, dass sie genau wissen, was sie da tun.

Für sie ist das tägliche Laufen einfach eine Routine, die auf einem Regelwerk basiert, das von der United States Running Streak Association herausgegeben wird. Darin steht:

- Jeden Tag mindestens 1,6 Kilometer laufen

- Bei schlechtem Wetter ist ein Laufband zugelassen

- Pausen sind verboten

- Keine technischen Hilfsmittel (außer Prothesen)

Sport-Mediziner raten zu einer gewissen Vorsicht, wenn es um ein Übertraining geht. Die Folgen können nämlich ernsthafte Probleme mit dem Bewegungsapparat sein, die langfristig bestehen bleiben können. Auch eine Immunsuppression, also die massive Schwächung des Immunsystems, zählt zu den Folgen einer dauerhaften körperlichen Überanstrengung.

Wer das Konzept des täglichen Laufens trotzdem interessant findet und sich davon sehr motiviert fühlt, kann sich an diesen Punkten orientieren:

Langsam einsteigen! Wenn man das intensive Sportmachen nicht gewohnt ist, sollte man langsam beginnen. Viermal die Woche ist doch ein wirklich lobenswerter Anfang und so stellt man auch sicher, dass Ruhetage eingehalten werden.

Kleine Ziele sind auch toll! Man muss jetzt nicht in ein strenges Dogma von wegen "Ich muss jetzt 365 Tage laufen, basta." verfallen. Ein kleineres, realistisches Ziel motiviert längerfristig. Wie wäre es mit einem 2-wöchigen Streakrun? Das sind 14 Tage am Stück, also schon ganz beachtlich!

Höchstleistungen gut einteilen. Intervalltraining ist toll, denn man changiert im Training zwischen sehr intensiven und weniger fordernden Phasen. Dies kann man sich auch fürs Laufen vornehmen: Zum Beispiel 5 Minuten in einem guten, angenehmen Tempo laufen und dann eine Minute lang richtig Gas geben. Es bringt nichts, sich die ganze Zeit zu überfordern und dann in den nächsten Tagen Schmerzen zu haben. Eine sanfte Steigerung ist besser!

Thema: Fitness