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12 Tricks gegen Stress

Zu viele Termine, zu wenig Zeit – jeder Fünfte kommt nicht zur Ruhe. Die Folge: Man ist nervös, fühlt sich überfordert und kann nicht gut schlafen. Wir haben mit einer Stress-Expertin gesprochen und die 12 besten Strategien zum Runterkommen im Überblick.

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Frau, Stress
© istockphoto.com

Eine knapp gesetzte Frist, die man einhalten muss, die Unordnung, die der Partner hinterlassen hat, oder einfach nur eine Straßenbahn, die sich um ein paar Minuten verspätet – das alles erzeugt Stress. Diese innere Unruhe empfinden wir, wenn etwas Unvorhergesehenes eintritt, das uns aufregt oder Angst macht. Das Gehirn schüttet Stresshormone aus, die den Puls in die Höhe treiben und den Verdauungstrakt durcheinanderbringen. Jeder Fünfte leidet regelmäßig darunter, Tendenz steigend. Ein Hauptgrund:"Wir sitzen den ganzen Tag im Büro. Wenn uns etwas aufregt, lassen wir das nicht raus, sondern nehmen auf unsere Mitmenschen Rücksicht. Die Kombination aus Bewegungsmangel auf der einen Seite und dem Sich-Zusammenreißen auf der anderen ist unglaublich energieraubend", erklärt Susanne Siokola-Tomandl, Shiatsu-Therapeutin und Co-Founder in der Praxis Urban Health Concept (urbanhealthconcept.com). Es geht also darum, negative Energie abzubauen und positive zu tanken, damit man zu einer inneren Balance findet. Möglichkeiten, das zu schaffen, gibt es viele. Eine Shiatsu-Therapie, wie sie unsere Expertin in ihrer Praxis anbietet, kann wahre Wunder wirken: "Bei einer Behandlung wird überschüssige Energie ausgeleitet und das Nervensystem beruhigt", erklärt sie. Was du noch tun kannst, um zu Ruhe und Kraft zu kommen, haben wir in zwölf Tipps zusammengefasst.

MIT GUTEM GEWISSEN HIN UND WIEDER NEIN SAGEN

Es klingt einfach, ist aber für viele eine echte Herausforderung: Sage auch einmal Nein. Die Angst, etwas zu verpassen oder andere zu enttäuschen, ist oft größer als die Vernunft. Letztendlich schleppt man sich völlig ausgelaugt zu Veranstaltungen, obwohl man sich insgeheim schon längst nach dem Bett sehnt. Das rächt sich mit körperlichem und psychischem Stress, deshalb höre auf deinen Körper und gönne ihm eine Pause, wenn er sie einfordert.

ABTAUCHEN – IN EIN BUCH!

Nach harten Arbeitstagen den Fernseher einzuschalten, ist verlockend. Doch das schlechte Gewissen, die Freizeit nicht sinnvoller zu nützen, macht nervös. Das fand ein Forscherteam der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz heraus. Lies lieber, das ist laut einer Studie der Universität Sussex ein echter Stresskiller. Sechs Minuten Lektüre am Stück reichen schon, um vom entspannenden Effekt zu profitieren.

VOR MITTERNACHT DAS LICHT ABDREHEN!

In der Nacht erholt sich der gesamte Organismus, dafür benötigt er ausreichend Zeit. "Weniger als sieben Stunden Schlaf auf Dauer stressen den Körper", betont unsere Expertin. Nachteulen sollten sich also an der Nase nehmen und die Bettruhe etwas früher einleiten. Auch deshalb, weil zwischen Mitternacht und vier Uhr der größte Teil des Stresshormons Cortisol abgebaut wird. Sich nach dem Abendessen "bettfertig" zu machen, hilft, eher in die Federn zu kommen. Auch ein Fußbad fährt das System herunter und macht müde.

HOCH HINAUS MARSCHIEREN

Unberührte Natur, idyllisches Panorama, frische Luft und Sonnenstrahlen kombiniert mit Bewegung, die den Körper ordentlich auf Trab hält: Das alles erleben wir auf einer ausgedehnten Tour durch die Berglandschaft. Der ultimative Alleskönner Wandern macht glücklicher als Sex – das ergab eine aktuelle Studie des Deutschen Marktforschungsinstituts Research Now. Also nichts wie raus mit dir!

RUHEZUSTAND AKTIVIEREN

Irgendwo läuft immer ein Computer, der Fernseher oder wir schauen ins Handy. Das Gehirn kommt mit dem Verarbeiten dieser Informationsflut kaum nach. "Übe täglich bewusst eine Stunde Askese, gönne dir eine Auszeit von sämtlicher Elektronik", rät Siokola-Tomandl. "Du wirst sehen, die Welt dreht sich weiter."

SCHÖNE DINGE PLANEN

Dass Spaß uns Glück und Entspannung bringt, ist nichts Neues. Doch selbst die Vorfreude stärkt unsere Anti-Stress-Hormone deutlich, wie Forscher der University of California in Irvine herausfanden. Nimm also den Kalender zur Hand und plane einen gemütlichen Dinnerabend mit Freunden, eine Party-Nacht mit den Mädels oder den nächsten Urlaub.

»Weniger als sieben Stunden Schlaf auf Dauer stressen den Körper.«

SELBER GUTES ESSEN ZAUBERN

Ernährung hat großen Einfluss auf das Stresslevel. Vorsicht deshalb vor der Zuckerfalle, warnt unsere Expertin: "Beim Naschen steigt der Blutzuckerspiegel zwar stark an, fällt aber auch schnell wieder ab." Besser: Gemüse, Obst, Nüsse und Vollkornprodukte. Diese Lebensmittel versorgen den Körper langfristig mit Energie und Vitalstoffen, die uns stressresistenter machen. Am besten schwingst du selbst den Kochlöffel. Denn Kochen ist unglaublich entspannend, wie eine Umfrage eines Schweizer Marktforschungsinstituts ergab.

KÖRPER UND SINNE VERWÖHNEN

Ein persönliches Wellnessprogramm tut gut, schließlich ist es Zeit, die man nur für sich hat. Ein wärmendes Bad beruhigt und hilft, dem Alltag kurz zu entfliehen. Mache dir die Erkenntnisse der Aromatherapie zunutze und verwende Badezusätze. Hochwertige ätherische Öle der Anti-Stress-Pflanzen Lavendel, Jasmin oder Melisse die perfekten Begleiter für einen Relaxtag zu Hause. Tipp: Nach dem Bad die Bodylotion sorgfältig einmassieren, das entspannt alle Muskelpartien und löst Durchblutungsstauungen.

TANZEN, LAUFEN, SPRINGEN

Tanze durch die Wohnung, jogge oder springe Seil, das bringt den Körper auf Hochtouren, und er schüttet Glückshormone aus. Nicht nur das: Eine Studie der Universität Freiburg beweist, dass man Stress damit nicht nur bewältigen, sondern auch vorbeugen kann. Zusätzlicher Relax-Faktor: Lass deine persönliche Playlist laufen. Die amerikanische Glücksforscherin Anne Blood fand heraus, dass unsere Lieblingsmusik das Belohnungszentrum im Gehirn ähnlich wie bei Sex oder Essen aktiviert.

DURCHATMEN

Es ist so simpel wie wirksam: Atme bewusst, das hilft optimal, um runterzukommen. Expertin Siokola-Tomandl: "Atme so lange ein, bis die Lunge ganz voll ist, dann drei Sekunden halten und langsam ausatmen, bis sie vollständig leer ist, und wieder drei Sekunden halten. Mache so viele Wiederholungen, bis der Körper zur Ruhe kommt."

ORDNUNG SCHAFFEN UND BESSER SCHLAFEN

Klare Verhältnisse, danach sehnen wir uns in allen Bereichen des Lebens – auch im Haushalt. Ordnung schaffen hilft uns auch beim Sortieren unserer Gedanken. Bei dauerhaftem Chaos produzieren wir mehr des Stresshormons Cortisol. Aufräumen vor der Nachtruhe sorgt für einen deutlich erholsameren Schlaf, weiß die Londoner Schlafforscherin Dr. Beata O'Donoghue.

NUR NOCH KURZ DIE WELT RETTEN

Gutes tun macht glücklich und entspannt. Das Beste daran: Es geht ganz einfach und macht nicht nur uns, sondern auch andere froh. Backe z. B. einen Kuchen für deine Kollegen, lade die beste Freundin auf ein Getränk ein oder unterstütze eine karitative Einrichtung. Auch kleine Gesten haben große Wirkung: Mit einer lieben WhatsApp-Nachricht aus heiterem Himmel zauberst du den Menschen in deinem Leben ein Lächeln ins Gesicht.

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