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Stress ist ansteckend

Nicht nur das Gähnen, sondern auch Stress ist ansteckend! Alleine durch die Beobachtung von hektischen Situationen wird das Stresshormon Kortisol im eigenen Körper ausgeschüttet. Die Folge: Wir sind ebenfalls gestresst!

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Stress ist ansteckend
© Photo by diego cervo/Thinkstock/iStock

Wer den Fernseher einschaltet, um abzuschalten, der sollte aufpassen. Denn Stress (egal ob auf dem Bildschirm oder im richtigen Leben) ist äußerst ansteckend.
Alleine durch die Beobachtung von stressigen, hektischen Situationen wird im Körper das Stresshormon Kortisol ausgeschüttet, was bedeutet, dass man selbst auf einmal ganz und gar nicht mehr so entspannt ist.

Die Forscher sprechen hier vom so genannten empathischen Stress .
Im Rahmen einer Studie konnte so nachgewiesen werden, dass Testpersonen, die schwierige Aufgaben für Bewerbungsgespräche meistern mussten, ebenso gestresst waren, wie jene Personen, die diesen Personen "nur" zusehen mussten.
Bei 26 Prozent stieg der Kortisollevel an, waren die Zuschauer in einem partnerschaftlichen Verhältnis mit den "Lernenden", so reagierten sogar 40 Prozent gestresst.
Und somit ist es laut Forschern auch egal, ob man das Geschehene real oder über den Fernseher wahrnimmt.

"Das bedeutet, dass selbst Fernsehsendungen, die mich mit dem Leid anderer konfrontieren, den Stress auf mich übertragen können", so Veronika Engert vom Max-Planck-Institut.

Interessantes Stressverhalten: Mann vs. Frau
Außerdem ändert Stress das Sozialverhalten von Frauen und Männern auf unterschiedliche Art und Weise. Während belastende Situationen Frauen eher einfühlsam machen, werden Männer egozentrisch. Und noch eine interessante Tatsache: Gestresste Frauen zeigen eine höhere Ausschüttung des Kuschelhormons Oxytocin als Männer!

Themen: Wellness, Stress