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Student opfert Jungfräulichkeit für die Kunst

Für viele ist die Jungfräulichkeit eine ziemlich große Sache. Und vielleicht gerade deshalb will sich der Londoner Student Clayton Pettet im Rahmen eines Kunstprojekts vor den Augen der Zuschauer deflorieren lassen.

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Student opfert Jungfräulichkeit für die Kunst
© Corbis. All Rights Reserved.

Jungfräulichkeit ist in beinahe jeder Kultur eine riesengroße Sache. Das ist für den Londoner Clyaton Pettet ebenso unverständlich, wie vielleicht für manch andere Person auch. Um aber zu verstehen, wo denn diese fixe Idee über die Jungfräulichkeit herkommt, beschloss der Student sich im Rahmen eines Kunstprojekts vor den Augen fremder Menschen, in aller Öffentlichkeit entjungfern zu lassen.
Das Kunstprojekt soll den Titel "Art School Stole My Virginity" tragen.

Seit Clayton 16 Jahre alt ist, sei er von dem Thema Jungfräulichkeit besessen. Damals habe er bereits angefangen darüber nachzudenken und die vor allem die Frage zu klären, weshalb sie so vielen Menschen so viel bedeutet. Daher seine Idee: "Was, wenn ich das Konzept der Jungfräulichkeit zugänglicher machen, indem ich meine bei einer Performance verliere?" Denn der Student ist davon überzeugt, dass es sich um nichts anderes handelt als um eine Performance, die dazu dient, Frauen zu bewerten: "Es ist ein hetero-normativer Begriff, mit dem ständig der Wert eines Menschen bemessen wird. Mein Werk ist auch eine Art Studie: Gibt es irgendwas, das sich nach der Penetration ändert? Ist sie überhaupt von Belang?"

Wie und mit wem das ganze ablaufen wird verrät Clayton ebenfalls: "Mein Partner ist auch an meiner Schule und jemand, zu dem ich mich körperlich und emotional hingezogen fühle. Außerdem kann ich nur soviel sagen, dass wir vor einem Publikum in einem großen Raum Sex haben werden. Es wird ästhetisch ansprechend sein, keine Peep Show oder irgendetwas in dieser Art. Aus einer Performance werden weitere Werke entstehen. Mein Partner und ich werden mit leicht bemalten Körpern auf einer aufgezogenen Leinwand miteinander schlafen, um zugleich ein bleibendes Werk zu schaffen. Dieses wird direkt nach der Performance aufgehängt."

Alle die es sehen wollen, können sich auf dem Blog Claytons für Tickets registrieren. Weil der Andrang zu groß ist, kann Clayton es nicht komplett öffentlich machen. Wichtig dabei ist ihm nicht, wer man ist, sondern, dass man dabei etwas fühlt: "Ich will Gefühle von meinem Publikum, ich will ein neues Kollektiv. Ich mache dieses Werk nicht nur für mich, sondern ich will, dass viele andere neue Künstler hervortreten und ihre Ideen vorstellen—Ideen, die zuvor abgelehnt wurden."

Gefühle wird das Projekt ohne Zweifel beim Publikum und in der Presse hervorrufen. Fragt sich nur, ob sie dem Studenten gefallen werden.

Kunst liegt nun mal im Auge des Betrachters.
Thema: Sex & Erotik