Ressort
Du befindest dich hier:

Studie belegt: Betrunken bist du nur du selbst!

Schämt ihr euch manchmal nach einer durchfeierten Nacht auch so über euer betrunkenes Verhalten. Steht dazu, denn laut dieser Studie seid ihr nur ihr selbst!


Studie belegt: Betrunken bist du nur du selbst!

Jetzt wissen wir es!

© Photo by Michael Discenza on Unsplash

„Tut mir Leid, da war ich wohl sehr betrunken!“ – Wer hat sich denn nicht schon mal nach einer langen Nacht für sein betrunkenes Ich entschuldigen müssen? Man war laut, peinlich, vielleicht sogar aggressiv? Man hat dem Ex mehrere Nachrichten hintereinander geschrieben, man hat gepöbelt, geflucht und so ziemlich jedem netten Mädchen auf der Toilette gesagt, wie sehr man sie liebt. Am nächsten Tag hat man dann verkatert versucht sein Verhalten vom Vorabend zu rekapitulieren und wollte sich für seine peinlichen Eskapaden nur noch in Grund und Boden schämen. Tja, es stellt sich heraus, dass wir im betrunkenen Zustand unser wahres Ich ungefiltert und laut rauslassen.

Die Studie: 156 Leute betrunken machen

Forscher der Universität von Missouri, USA haben 156 TeilnehmerInnen Wodka und Sprite hingestellt und was dann passierte ist ja klar. Vor und während des voranschreitenden Alkoholpegels sollten die ProbandInnen Fragen zu ihrer Persönlichkeit, Charakter und Verhalten mit und ohne Alkohol beantworten. Je alkoholisierter sie waren, desto eher schätzten sie sich offener für neue Erfahrungen und Menschen ein. Zudem fühlten sie sich empathischer und neurotischer als nüchtern.

Ergebnis: Lauter, aber nicht anders

Während sich die Meute betrank und Spaß hatte und hin und wieder Fragebögen ausfüllte, wurden sie von den Forschern genauestens unter die Lupe genommen. Und das Ergebnis war eindeutig: Sie konnten keine Persönlichkeitsveränderungen in den TeilnehmerInnen feststellen. Die Probandinnen wurden nur extrovertierter und lauter.

Konkret bedeutet das, dass sie im betrunkenen Zustand ihre Charakterzüge und Persönlichkeitsmerkmale offener und ungefiltert offenbaren und das ziemlich laut. Ein anderer Mensch ist man deshalb aber nicht.

Problematik: Künstliche Situation

Die Studie stößt auf heftige Kritik, da sie nur eine kleine Anzahl an TeilnehmerInnen untersucht hat und zudem auch in einem Labor stattfand. Die Situation ist somit nicht natürlich, wie in einem Club oder auf einer Hausparty, sondern wurde künstlich herbeigeführt. Nun ist die Frage, ob sich die ProbandInnen zurückgehalten und nicht zu tief ins Glas geschaut haben?

Thema: Psychologie

WOMAN Community

Deine Meinung ist wichtig! Registriere dich jetzt und beteilige dich an Diskussionen.

Jetzt registrieren!

Schon dabei? .