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Studie: Weiblich geführte Staaten hatten weniger Covid-19-Tote

Wie eine Studie ergab, kommen weiblich geführte Staaten besser durch die Corona-Krise. Und das hat einen Grund: Sie alle haben beim ersten Lockdown ähnlich reagiert.

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Studie: Weiblich geführte Staaten hatten weniger Covid-19-Tote
© Getty Images

Auch hier in Österreich gehen wir am 17. November 2020 vom leichten Lockdown in den harten Lockdown. Was das konkret bedeutet?

In den Schulen wird (wenn möglich) wieder komplett auf Distance Learning gesetzt, Gastronomie und der Großteil des Handels müssen schließen, auch "körpernahe" Dienstleistungen sind verboten. Dazu zählen insbesondere FriseurInnen und KosmetikerInnen. Veranstaltungen sind komplett untersagt. Außerdem gibt es empfindliche Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen.

Diese Maßnahmen treffen die ganze Bevölkerung hart. Besonders aber die Frauen. So entfällt die Arbeitslosigkeit zu 85 Prozent auf den weiblichen Teil der Bevölkerung. Der Grund? Frauen sind besonders oft in Handel, Hotellerie und Gastronomie beschäftigt. Zudem kommt die im Sommer beschlossene Lohnsteuersenkung Männern und Gutverdienenden eher zugute. Homeschooling und Haushalt bleiben obendrauf häufig bei den Frauen hängen. Wenig erfreuliche Nachrichten...

Die "Heldinnen" in der Krise wurden zwar gefeiert – systemerhaltenden Berufe, die vorrangig von Frauen erledigt werden (wie in der Pflege), wurde kurzzeitig mehr Anerkennung geschenkt, viel ist davon aber nicht mehr übrig ... leider.

Weiblich geführte Staaten: früherer Lockdown

Unter dem umstrittenen Begriff "Heldinnen" (umstritten deshalb, weil die verrichtete Arbeit besser entlohnt werden müsste) fallen dann wohl auch Regierungschefinnen. Laut einer Studie der Universität Liverpool seien weiblich geführte Staaten wie Deutschland oder Neuseeland nämlich besser durch die erste Corona-Welle gekommen als Länder mit männlichen Staatsoberhäuptern.

Wirtschaft oder Gesundheit?

Gemessen wurde an der Zahl der COVID-19-Toten. Und auch ein gemeinsames Merkmal konnte definiert werden: Die weiblich geführten Staaten beschlossen im März dieses Jahres einen viel früheren Lockdown als andere, was die Zahl der Toten deutlich reduzierte. Gesundheit und Wohlbefinden vor Wirtschaftswachstum quasi. Auch jetzt während der zweiten Welle reagierten die Frauen wieder eher. Mehr Infos dazu im Video oben!

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