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Studie: Körperpflegeprodukte machen krank

Jede fünfte Zahnpasta und jede zweite Bodylotion enthält ungesunde Stoffe, die unserem Körper schaden und ihn krank machen. Laut einer Studie von Global 2000 sind in mehr als einem Drittel der Körperpflegeprodukte hormonell wirksame Chemikalien.

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Studie: Körperpflegeprodukte machen krank
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Welche Produkte man sich auf den Körper schmiert, sollte nach dieser Studie besser nochmals überdacht werden. Denn laut Global 2000 enthält jede fünfte Zahnpasta und jede zweite Bodylotion ungesunde, krankmachende Stoffe.

Die in den Produkten enthaltenen Chemikalien sind unseren körpereigenen sehr ähnlich, allerdings stören sie unseren hormonellen Haushalt im Körper. Bei Mädchen und Frauen kann dies laut Ärzten sogar zu einem vermehrten Auftreten von Brustkrebs führen. Zudem zeigen sich negative Auswirkungen auf Fruchtbarkeit, den Abbau von Fettzellen und das Immunsystem.

Hormonell wirksame Chemikalien - Was bedeutet das?
"hormonell wirksame Chemikalien" sind synthetische Stoffe, die wie körpereigene Hormone wirken. Demnach sind sie zwar akut nicht giftig, aber können wichtige Entwicklungsprozesse im Körper stören und beeinflussen.
Besonders Kinder im Mutterleib, Kleinkinder und Pubertierende reagieren empfindlich auf hormonelle Schadstoffe. Diese werden unter anderem mit folgenden "Erkrankungen" in Verbindung gebracht: Unfruchtbarkeit, Lern- und Gedächtnisschwierigkeiten, Fettleibigkeit, Altersdiabetes, Herzkrieslauferkrankungen, verfrühter Pubertät und verschiedenen hormon-assoziierten Krebsarten wie Brust-, Hoden- und Prostatakrebs.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick
1. Jede fünfte untersuchte Zahnpasta und knapp jede zweite Bodylotion und jedes zweite Aftershave enthalten hormonell wirksame Inhaltsstoffe.
2. Bei Bodylotions und Zahnpasten machen Parabene (Methylparaben, Propylparaben, Ethylparaben und Butylparaben) den überwiegenden Teil der hormonellen Inhaltsstoffe aus. Bei Aftershaves sind es die UV-Filter/Absorber Ethylhexyl Methoxycinnamate und Benzophenone-3.
3. 18 Prozent der untersuchten Produkte enthielten Alkohol, der aus steuerlichen Gründen mit Chemikalien vergällt wurde, Diese Chemikalien müssen auf der Liste der Inhaltsstoffe nicht angeführt werden.
4. Naturkosmetik-Artikel, die ebenfalls stichprobenartig untersucht wurden, waren frei von hormonellen Schadstoffen. Und auch bei konventionellen Zahnpasten und Bodylotions ließen sich mehrere Hersteller finden, deren Artikel überiwegend bis ausschließlich frei von hormonell wirksamen Inhaltsstoffen sind.

Mentadent C, Elmex, Blendamed und Aronal Zahnpasten sind im grünen Bereich. Bei Colgate und Dentafit wurden jedoch immer wieder Produkte mit problematischen Chemikalien gefunden.
Kinder sind besonders gefährdet, da in den entwicklungskritischen Phasen hormonelle Prozesse stattfinden. Wenn aber die Chemikalien genau in diesem Moment das Hormonsystem stört, kann das negative Auswirkungen auf die Entwicklung und Gesundheit des Kindes haben.

Wie kann man sich schützen?
Die Konsumenten können sich schützen, indem sie die auf allen Kosmetikprodukten verpflichtend ausgewiesene Liste der Inhaltsstoffe genauer unter die Lupe nehmen und dann die hormonell belasteten Kosmetika meiden.