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Studie: Nasenbohren soll gesund sein - aber auch gefährlich

Viele müssen jetzt ganz stark sein. Denn diese Nachricht könnte einige dazu motivieren, verstärkt etwas zu tun, vor dem sich so viele ekeln: Nasenbohren! Darum haben wir hier auch gleich ein wirklich erschreckendes Gegenargument dazu!

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Nasenbohren
© iStockphoto.com

Eklig oder gesund? Nasenbohren ist für viele ein No-Go - dabei kann es laut einer Studie sogar gut für uns sein.
Aber nur - und jetzt wird es vielleicht für viele noch ekliger - wenn wir die so hervor geholten Popel auch verspeisen. Denn der verfestigte Schleim unseres Körpers, der übrigens eine effektive Methode unseres Immunsystems ist, um Fremdkörper sowie Viren und Bakterien aus dem Körper zu bewegen, enthält unter anderem Speichel-Mucine, die unsere Zähne vor Bakterien und Karies schützen. Das haben wissenschaftliche Teams der Harvard University und des MIT nachgewiesen. Prinzipiell profitiert unser Immunsystem, wenn wir den Nasenschleim essen.

Nasenbohren: Gut fürs Immunsystem und gegen Karies, aber auch gefährlich

Allerdings kann Nasenbohren definitiv auch unschöne Folgen haben: Die Gefahr liegt dabei im aktiven Bohren. Denn beim Bearbeiten mit dem Finger kann die sensible Nasenscheidewand oder die Schleimhäute verletzt werden und über die Finger können dann Keime eindringen. Bereits über mikroskopisch kleine Verletzungen können im schlimmsten Fall gefährliche Krankheitserreger wie Staphylokokken in die Blutbahn gelangen. Die Folge können Entzündungen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sein. Außerdem verlaufen zahlreiche Arterien durch die Nase, die ebenso verletzt werden können und so heftiges Nasenbluten auslösen. Für Menschen mit gestörter Blutgerinnung kann das im schlimmsten Fall sogar tödlich enden.