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Vom Luxusgut zum Superfood: Das 1x1 der Zitrusfrüchte

Zitrusfrüchte in all ihren Formen und Farben landen rund um Weihnachten besonders häufig in den österreichischen Einkaufswägen. Aber: Was ist eigentlich was? Und: Was kann man daraus köstliches machen?

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Vom Luxusgut zum Superfood: Das 1x1 der Zitrusfrüchte
© iStock/xeni4ka

Im alten Rom galten Zitrusfrüchte gar als Statussymbole. Heute sind die ursprünglich aus Südostasien stammenden Gewächse längst nicht mehr nur den Reichen und Mächtigen vorbehalten – einige Sorten jedoch gelten auch heute noch als Luxus und werden von Feinschmeckern besonders geschätzt.

Besonders in der kalten Jahreszeit sind Zitrusfrüchte besonders beliebt, denn ihr Duft und ihr Aroma sind untrennbar mit der besinnlichsten Zeit des Jahres verbunden. Obendrein sind sie als Vitamin C-Bomben ein wahres Superfood, das Energie spendet, entzündungshemmend wirkt, cholesterinsenkend ist und Krankheiten vorbeugt. Der bekannteste Vertreter dieser Gruppe ist die Zitrone, gefolgt von ihrer kleinen, saureren und saftigeren Schwester, der Limette. Und was wäre die Vorweihnachtszeit ohne dem Geruch frisch geschälter Orangen, Blutorangen, Mandarinen oder auch Clementinen, einer Mischform aus Mandarine und Pomeranze? „Auch die köstliche Grapefruit ist hierzulande den meisten bekannt. Doch auch abseits der genannten Sorten gibt es eine Vielfalt an Zitrusfrüchten, die es diesen Winter zu entdecken gilt“, sagt Martin Matz, Obst und Gemüse-Einkäufer im Wiener Traditionshaus Julius Meinl am Graben.

Der edle Limettenkaviar

Diese Zitrusfrucht trägt ihren Namen nicht umsonst, denn: Jedes Exemplar enthält körniges, glänzendes Fruchtfleisch in Perlenform, das von dunkelgrün bis rot-braun die unterschiedlichsten Farben aufweist. Auch die englische Bezeichnung Finger Lime kommt nicht von ungefähr, denn Form und Größe der Frucht sind durchaus mit einem Finger gleichzusetzen. Gourmet Udo Kaubek erklärt: „Die Zitrus-Kaviar-Kügelchen bersten im Mund auf und schenken beim Genuss eine frische Explosion an Aromen. Der Limettenkaviar verströmt einen sehr starker Duft und eignet sich beispielsweise als Beigabe für Sushi, aber auch als Zutat in Fleischgerichten, Salaten und Desserts.“ Auch im obligatorischen Glas Festtags-Sekt oder Champagner macht sich das exquisite Fruchtfleisch besonders gut, wie Kaubek weiß: „Die Fruchtperlen heften sich an die Kohlensäure und steigen so im Glas auf und ab. Das ist nicht nur optisch ein Genuss, sondern schmeckt auch!“

Die geheimnisvolle Kumquat

Die gold-gelbe bis dunkel-orange Kumquat kennen viele als Dekoration von Speisen oder Getränken, dabei ist die Frucht auch für sich allein stehend ein besonderer Genuss. Die Schale der Kumquat ist dünn, feinporig und verzehrbar, ihr Fruchtfleisch wiederum schmeckt süß-säuerlich. Obst und Gemüse-Experte Martin Matz fügt dem hinzu: „Aufgrund ihres Aussehens wird die Kumquat auch gerne als Zwergorange bezeichnet. Genaugenommen gehört sie jedoch zu den Rautengewächsen und ist somit nur verwandt mit den Zitrusfrüchten.“

Die besondere Bergamotte

Viele kennen die Bergamotte als Aromatisierungsstoff im Tee oder auch in Form eines ätherischen Öls. Vor allem in ihren Herkunftsgebieten, dem süditalienischen Kalabrien und in Indien, ist jedoch seit Jahrhunderten bekannt, dass sich die Schale und der Saft auch hervorragend als Speisezutaten einsetzen lassen. Matz sagt dazu: „Wer das Glück hatte, beim Einkauf Bergamotten zu ergattern, kann diese in Scheiben geschnitten als Zutat für Salate, Risotto, gegrillten Fisch und Jakobsmuscheln einsetzen. Man kann die Zitrusfrucht jedoch auch zu einer Marmelade verarbeiten, die dann herrlich zu Käse, Brotaufstrichen und Wild passt.“

Die gesunde Pomelo

Mit dem Begriff Pomelo können zwei verschiedene Früchte gemeint sein, wie Meinl am Graben Geschäftsführer Udo Kaubek schildert: „Einerseits ist Pomelo das englische Wort für die echte Pampelmuse, andererseits nennt man so auch die Kreuzung zwischen Pampelmuse und Grapefruit. Mit bis zu 1,5 Kilogramm ist die fruchtige, süß-säuerliche Pomelo jedenfalls ein echtes Schwergewicht beim Einkauf. Sie mitnachhause zu nehmen lohnt sich jedoch allemal, denn ihr Vitamin C-Anteil ist sehr hoch. Und das tut im Winter natürlich besonders gut!“