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Wie gefährlich ist dein Sushi?

Wir lieben Sushi (wer nicht?)! Doch laut einer neuen Studie lauern in rohem Fisch gefährlich hohe Quecksilber-Werte. Wie viel Sushi ist unbedenklich?

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Wie gefährlich ist dein Sushi?
© Instagram/sugarfishbynozawa

Sushi bekommt einen gefährlichen Beigeschmack. Bereits vor einigen Jahren ergab eine Studie der Columbia Universität , dass Blauflossen- und Großaugenthunfische eine besonders hohe Quecksilber-Belastung aufweisen. Genau diese Sorten werden in Sushi-Restaurants von New York bis Wien bevorzugt verwendet.

Quecksilber in Sushi: Vor allem Frauen im gebärfähigen Alter gefährdet

Wer deshalb das Thunfisch-Sushi vom Speisezettel gestrichen und lieber auf Lachs-, Schwertfisch- oder Butterfisch-Maki zurückgegriffen hat: Es gibt schlechte Neuigkeiten. Denn eine neue Studie (die größte ihrer Art) untersuchte die Quecksilber-Belastung in 25 Ländern. Das erschreckende Ergebnis: Vor allem Frauen im gebärfähigen Alter zwischen 18 und 44 Jahren waren mit einem zu hohen Level an Schwermetallen kontaminiert. Das Neurotoxin kann nicht nur neurologische Schäden wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder sogar Psychosen verursachen – eine zu hohe Belastung beeinträchtigt vor allem aber auch die Entwicklung des Fötus. Beim Ungeborenen drohen Hirnschäden und Behinderung.

Die toxische Konzentration wurde von Alaska über Indonesien bis nach Kenia nachgewiesen; die höchste Belastung wiesen Frauen auf den pazifischen Inseln auf, wo die Abfallprodukte aus Goldminen direkt ins Meer abgeleitet und dort von den Fischen mit der Nahrung aufgenommen werden. Die Studienautoren von Ipen, einer Vereinigung unterschiedlicher NGOs im Bereich Umweltbelastung: "Fettreicher, ausgewachsener Fisch enthält einen besonders hohen Anteil an Schadstoffen. Vor allem für Frauen und ihre ungeborenen Kinder ist ein häufiger Konsum von rohem Fisch eine echte Gefahr."

Wie viel Sushi ist gesund?

Nun essen wir natürlich nicht jeden Monat ein paar Kilo Sushi. Dennoch sollten Frauen im gebärfähigen Alter laut der US Food & Drug Administration den Genuss von Thunfisch, Schwertfisch, Lachs, Hai, Aal und Marlin einschränken. Schwangere und Stillende sogar gänzlich darauf verzichten.