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WOMAN testet: Tageslichtwecker gegen den Winterblues

Bist du im Winter auch träger, müder und ein wenig mürrisches als sonst? Dann hat dich der Winterblues kräftig im Griff. Unsere Redakteurin hat dem Blues den Kampf angesagt und lässt sich jetzt immer von einem Tageslichtwecker aufrütteln.

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tageslichtwecker
© Philips

Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Gereiztheit und Konzentrationsstörungen: Dies sind die klassischen Anzeichen der Winterdepression, auch Winterblues genannt. Warum man in der dunklen, kalten Jahreszeit so anfällig dafür ist, liegt auf der Hand: Es mangelt an Sonnenlicht! Und genau das brauchen wir für die Produktion des Glückshormons Serotonin.

Wenn man einer Winterdepression auf die Schliche gekommen ist, kann man entsprechend handeln. Zum Beispiel, indem man viel Zeit an der frischen Luft verbringt. Aber wenn man arbeitet, ist das gar nicht so leicht. Man verlässt das Haus im Dunkeln und kehrt ebenso im Dunkeln wieder zurück. Wo also das kostbare Licht hernehmen? Vor allem, wenn man morgens nicht mal gescheit aus dem Bett kommt?

tageslichtwecker

Hier kommt ein Gerät ins Spiel, das auf der einen Seite extrem Oldschool und auf der anderen Seite fast schon futuristisch ist: Das "Sleep & Wake-up Light" von Philips. Der Wecker simuliert Sonnenauf- und -untergang, trackt deine Schlafumgebung und gibt dir Verbesserungstipps und bietet die Möglichkeit, mit Atemübungen zur Ruhe zu kommen. Und natürlich fungiert das Teil als Wecker, was in mir eine Nostalgie-Welle auslöst, da ich seit zehn Jahren keinen "echten" Wecker mehr verwendet habe.

Doch seit drei Wochen steht das "Sleep & Wake-up Light" in meinem Schlafzimmer und eins kann ich vorweg sagen: Das mit dem Aufwachen ist ganz neue Erfahrung für mich! Während dem Sonnenaufgang steigert sich das Licht nämlich 30 Minuten vor der gestellten Weckzeit allmählich. Die maximale Lux-Stufe ist 310, was einer frühen Stufe eines Sonnenaufgangs entspricht (zum Vergleich: im Büro herrschen durchschnittlich 800 Lux).

Gleichzeitig wird die ausgewählte Soundkulisse immer lauter. Besonders fein ist das mit Naturtönen! Wenn ich zum Beispiel zu Vogelgezwitscher oder Froschgequake aufwache, vergesse ich schon mal, dass Mitte Dezember ist. Ein weiteres Highlight beim Wecken: Nach zweimal Snooze kennt das Gerät kein Erbarmen. Es blinkt in allen möglichen Farben und gibt einen so fiesen Ton von sich, dass man gar nicht mehr weiterschlafen kann.

In Ruhe einschlafen

Natürlich unterstützt der Tageslichtwecker auch das Einschlafen. Der Sonnenuntergang macht ein langsames Wegschlummern möglich. Dabei geht das Licht gemächlich aus und auch die Töne werden immer leiser. Meine Favoriten: Regenschauer und Meeresrauschen!

Und wer wegen besonders starker innerer Unruhe nur sehr schlecht einschlafen kann, wird die Atemübungen lieben. Mithilfe von Lichtsignalen gibt das Gerät eine Atemfrequenz vor.

Winterblues besiegt?

Das "Sleep & Wake-up Light" ist der Inbegriff von Luxus: Einerseits preislich – das Licht kostet um die 160 Euro. Andererseits, weil auch ein stinknormaler Handywecker den Job erledigen kann. ABER! Ich würde das Gerät nie wieder hergeben. War Aufwachen zuvor eine Qual, ist es nun ein angenehmes Erlebnis. Selbst der böse Ton, der nach dem Snooze lauert, ist okay, denn spätestens dann ist man sowieso schon aufgewacht. Auch das Einschlafen ist so viel entspannter: Die künstlichen Regenschauer waschen alle stressigen Gedanken einfach weg. Wer für beide Funktionen einen Platz im Leben findet, sollte sich den Wecker noch schnell zu Weihnachten wünschen!

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