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Talk: Wie männlich müssen Chefinnen sein?

Müssen angehende Ladybosse ihre Weiblichkeit einbüßen, um die gläserne Decke zu durchbrechen? Vier Führungsprofis verraten, was „ganz oben“ wirklich zählt.


Talk: Wie männlich müssen Chefinnen sein?
© Wurnig

Dass Männer angeblich nicht zuhören und Frauen schlecht einparken, wurde uns in einschlägigen Druckwerken schon Länge mal Breite weisgemacht. Auf das Business übertragen hieße das: Frauen sind die besseren Teamplayer, Männer die knallharten Entscheider. Chefinnen führen konsensorientiert, Chefs autoritär. Was hat es auf sich mit diesen Rollenbildern, die unseren Erfolg im Job anscheinend sehr stark mitbestimmen? WOMAN bat vier Experten zum gemischten Gespräch: Dr. Eva Marchart, Vorstandschefin der Raiffeisen Centrobank, Dr. Ingrid Kösten, Managementcoach und Geschäftsführerin von woman success, Gerhard Resch-Fingerlos, Headhunter bei Spencer Stuart in Wien, und Alexander Hahnefeld, Personalleiter bei Microsoft Österreich.

DISKUSSION:
Woman: Was ist dran am Klischee: Führen Frauen tatsächlich anders als Männer?
Marchart: Entscheidend ist nicht, ob Frauen anders führen, sondern was gute und schlechte Führungskräfte ausmacht. Daraus lassen sich schon Eigenschaften ableiten, die man als typisch männlich und weiblich bezeichnen könnte. Frauen gelten als gute Kommunikatoren, die gerne bewusst auf Hierarchien verzichten, Vertrauen bilden und Personen dadurch ins Team hereinholen und vernetzter denken. Männer hingegen steuern angeblich schneller ein Ziel an, lassen dabei aber möglicherweise nicht unbedeutende Nebeneffekte außer Acht. Mein persönlicher Führungsstil ist sicher teamorientiert, wie ich es von meinem Vorgesetzten im Laufe meiner Karriere gelernt habe. Da meine Branche sehr stark von Spezialisten getragen ist, könnte man die Mitarbeiter in meinem Haus anders wahrscheinlich gar nicht motivieren.

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