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Fett? Wabbelig? WIR SIND SCHÖN!

Fett. Hässlich. Kaum eine Frau findet ihren Körper schön. Taryn Brumfitts Doku #Embrace wird dein Körperbild verändern – sieh' sie dir an. #BodyImageMovement


"Wie soll ich meine Tochter lehren, ihren Körper zu lieben, wenn ich meinen eigenen verachte?"

© Video: BodyImageMovement

"Schwabbelig", "fett", "klein", unförmig", "verbaut", "ekelhaft", "hässlich".

Diese Antworten erhielt Taryn Brumfitt von 100 Frauen, als sie diese bat, ihren Körper zu beschreiben. Nicht einer Frau fiel auf Anhieb etwas Positives zu ihrer Figur ein.

"Das ist der Grund, warum ich meine Dokumentation #Embrace machen will," so Brumfitt. "Wir müssen beginnen, unseren Körper zu lieben. Aufhören, uns vorgegebenen Zwängen zu unterwerfen. Aufhören, uns selbst klein und schlecht zu reden, weil wir nicht wie jene zehn Supermodels aussehen, die uns als Idealbild vorgesetzt werden."

Tara Brumfitt: Startet #BodyImageMovement

Brumfitt, Fotografin und dreifache Mutter aus Adelaide (Australien), weiß, wovon sie spricht. Früher verabscheute sie ihren Körper. In dem Trailer zu ihrer Doku #Embrace , für deren Verwirklichung sie auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter um Spenden bittet, spricht sie offen darüber, wie sie in Weinkrämpfe ausbrach, wenn sie sich nackt vor dem Spiegel betrachtete. "Ich fand mich ekelerregend, hässlich, verformt."

Taryn Brumfitt in ihrer Doku #Embrace:
"Ich musste weinen, weil ich mich selbst so abscheulich fand."

Sie ließ ihren Busen mit Silikon liften, nach Geburt ihres dritten Kindes die Bauchdecke straffen. Danach beschloss Brumfitt, an einem Bodybuilding-Wettbewerb teilzunehmen. Sie trainierte wie eine Wahnsinnige, hielt strenge Diät, baute Muskeln auf und verlor Gewicht. "Aber änderte das irgendetwas?", fragt Brumfitt im Trailer ihrer Doku. "Nein. Ich fühlte mich nach wie vor ungenügend, hässlich, dick."

...und dann änderte sich ihr Körperbewusstsein

Doch Anfang 2013 änderte sich etwas im Leben von Tara Brumfitt. "Ich beobachtete meine wunderschöne Tochter Mikaela. Wie kann ich ihr jemals erklären, dass sie ihren Körper lieben soll, wenn ich selbst meinen eigenen verabscheue? Wie soll ich sie ermutigen, auch ihre kleinen Fehler zu akzeptieren, wenn ich selbst ein völliger Widerspruch bin?"

Taryn beschloss, ihr eigenes Körperbild zu ändern. "Ich wurde vom Body-Hater zum Body-Lover", beschreibt sie auf ihrer Seite BodyImageMovement.com . Der Weg sei nicht einfach gewesen. "Es hat mich viel Zeit und Energie gekostet – aber ich sage euch: Es war die beste Entscheidung meines Lebens."

Im Mai 2013 postete die Fotografin ein "Vorher-Nachher"-Bild ihres Körpers auf Facebook – und erhielt dafür mehr als drei Millionen "Likes". Denn das Bild zeigte nicht, wie sonst üblich, den zunächst dicken Körper, der dank Wunderpillen auf schlank gehungert wurde, sondern ihre Bodybuilder-Figur und jene, die sie nun hat. Weicher, kurviger, weiblicher.

Vorher/Nachher: 3 Millionen Likes erhielt Taryn Brumfitt für dieses Bild

"Das Bild", erklärt Brumfitt, "erhielt so viel Aufmerksamkeit und Zustimmung, weil wir alle regelrecht darauf trainiert sind, nur dürre Figuren als perfekt zu erachten. Dabei ist ein Frauenkörper mit seinen Kurven und in all seiner Weichheit doch wesentlich schöner als ein Knochengestell. Was aber noch viel wichtiger ist: Wenn wir uns selbst lieben, ändert sich auch unsere Ausstrahlung."