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Tattooentfernung: Deshalb braucht es mehrere Anläufe

Tattooentfernungen sind kein Zuckerschlecken! Doch nun haben Forscher herausgefunden, warum sich das Tattoo so gegen den Laser wehrt.

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Tattooentfernung: Deshalb braucht es mehrere Anläufe
© istockphoto.com

Tattoos hat man sein Leben lang, also theoretisch. Denn da gibt es ja noch die Möglichkeit, sich die Flammen, Sternchen und Delfine, die man sich bei der Maturareise hat stechen lassen, mit dem Laser zu entfernen. Nur ist das teuer. Also noch teurer als das Tattoo selbst. Und dann tut das womöglich weh. Also noch mehr weh als das Tattoo stechen selbst.

Mit einem Mal lasern ist das gestochene Glück ja trotzdem oft nicht weg. Und genau damit haben sich ForscherInnen nun eingehender beschäftigt. Also mit der Frage, warum es so schwer ist, ein Tattoo wirklich dauerhaft zu entfernen, vor allem, ohne Narben zu hinterlassen.

Tattooentfernungen tun weh, aber vielleicht nicht mehr lang.

Im Journal of Experimental Medicine erschien die zu den Fragen gehörende Studie. Und damit gelang der WissenschaftlerInnen ein wahrer Durchbruch. Denn bis jetzt wusste man nicht genau, wie die Tinte wirklich in der Haut verankert ist. Getestet wurde dies leider am Rücken von Versuchsmäusen. Die Ergebnisse waren sehr aufschlussreich.

Die Farbpigmente sind in der Dermis gefangen. Die Dermis ist die zweite Hautschicht unter der Epidermis. Und gefangen deshalb, weil sich noch wenig erforschte Makrophagen an die Pigmente heranschmeißen. So wie ein weißes Blutkörperchen, dass Bakterien angreift, wenn du krank bist, eilt auch die Makrophage ganz schnell zu Hilfe, wenn du tätowiert wirst. Sofort umhüllt die Makrophage das Pigment und verankert es so tief in der Dermis.

Makrophagen, Retter der Pigmente.

Und deshalb dauert es auch so lange, ein Tattoo entfernen zu lassen. Denn die Laser greifen nur das Pigment aber nicht die Makrophagen an. Jedes Mal wenn also geblitzt wird, wartet eine nette Kette von Zellen, die das Pigment ganz schnell wieder umhüllen.

ForscherInnen wollen nun aufbauend auf diese Erkenntnisse mit DermatologInnen zusammenarbeiten und eine Möglichkeit finden, die Makrophagen loszuwerden. Oder zumindest den Schutzprozess zu mindern.

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