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TCM: Die 5-Elemente-Küche

Die TCM ordnet jedem Organ eines der fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser zu. Was man in der Küche beachten muss. Plus: Ernährungstipps.


TCM: Die 5-Elemente-Küche
© Corbis

Naturbelassene heimische Lebensmittel, die gerade Saison haben. frisch gekocht auf den Tisch – das tut dem Körper gut. Für unsere Großmütter völlig selbstverständlich, ist dieses beinahe "intinktive" Wissen über die Jahre verloren gegangen. Ernährungsexpertin Andrea Sojka versucht, mit Coachings unter Soulcooking.at diese gesunde Koch-Tradition wieder ins Bewusstsein zu rufen - und holt sich dabei Anleihen aus der "Traditionellen Chinesischen Medizin" (TCM).

Für WOMAN hat Andrea Sojka die besten Tipps rund um die 5-Elemente-Küche nach TCM zusammengefasst:

Was ist die 5-Elemente-Küche?

Die Traditionell Chinesische Medizin (TCM) ordnet jedes Organ einem der fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall oder Wasser zu. Jedes Element wiederum steht für einen konkreten Geschmack; Karotten zum Beispiel gehören zum Element Erde – Geschmack: süß. Und die dritte wesentliche Unterscheidung: Die TCM schreibt jedem Nahrungsmittel eine sogenannte thermische Wirkung zu. Es gibt somit Lebensmittel, die den Körper kühlen oder erfrischen und solche, die neutral, warm oder heiß sind.

Da die Lebensmittel eine thermische Wirkung haben, sollte man sich auch den klimatischen Verhältnissen der gerade aktuellen Jahreszeit entsprechend ernähren. Zitrusfrüchte etwa gedeihen nicht umsonst nur in heiß-trockenem Klima; sie wirken kühlend und verschaffen dem Körper bei extremer Hitze den nötigen Ausgleich. Im Winter sollten wir sie daher meiden und beim Kochen lieber zu wärmenden bis heißen Lebensmitteln (Kürbis, Karotte etc.) greifen. Im Sommer ist dagegen eher Erfrischendes wie Apfel, Zucchini oder Gurke gefragt.

Mithilfe dieser Einteilungen und Merkmale lässt sich eine Aussage darüber treffen, welche Wirkung ein Lebensmittel auf ein Organ ausübt. Man kann also durchaus gezielt gegen konkrete gesundheitliche Beschwerden „ankochen“ bzw. den Körper stärken. So kann man etwa mit einem herrlichen Birnen-Lavendelmus einem trockenen Husten entgegenwirken.

Die positiven Effekte:

Krankheiten entstehen laut TCM durch Disharmonien im Körper, etwa bedingt durch Veranlagung, klimatische Veränderungen (Jahreszeiten), vor allem aber auch durch falsche Ernährung. Mit dem Kochen nach der von Andrea Sojka unter "Soul Cooking" propagierten 5-Elemente-Küche kann man den Körper wieder in eine – spürbar wohltuende - Balance bringen und somit zugleich Krankheiten vorbeugen. Erholsamer Schlaf, innere Ausgeglichenheit, eine geringere Anfälligkeit für Effekte – das und noch viel mehr sind die angenehmen Effekte einer Ernährung mit dem, was der Körper gerade braucht.

Praktische Ernährungs-Tipps:

1

Ein warmes Frühstück! Der wichtigste Punkt! Mahlzeiten mit gekochtem Getreide eignen sich dafür besonders gut; sie liefern ausreichend Energie für den Tag und machen lange satt. Ideale Ergänzung: gedünstetes Obst oder Gemüse.

2

Frisch gekocht ist halb gewonnen: : Die Inhaltsstoffe von gekochten Lebensmitteln kann der Körper besonders leicht und schnell verwerten. Sicher: Rohkost enthält mehr Vitamine – aber was bringt das, wenn ein womöglich ohnehin schon geschwächter Verdauungsapparat sie nicht aufnehmen kann.

3

Augen auf beim Einkauf! Deine Gesundheit ist dein wichtigstes Kapital – dein Körper hat also Lebensmittel bester (biologischer) Qualität verdient.

4

Wirkung der Lebensmittel beachten: Im Sommer braucht der Körper Erfrischendes, im Winter dagegen will er gut gewärmt sein, um zum Beispiel Erkältungsviren abzublocken. Wenn du Lebensmittel verwendest, die aus der Region kommen und hier gerade Hochsaison haben, schaffst du schon eine gute Basis für eine gesunde Ernährung.

5

Gib' Stress keine Chance: Der Alltag hält immer wieder besondere Herausforderungen bereit – mit stärkenden Kraftsuppen und wohltuenden Eintöpfen ist dein Körper dafür bestens gewappnet.

6

Pausen einlegen! Ständiges Essen und Trinken ist für den Verdauungsapparat äußerst mühsam. Er benötigt eine angemessene Zeit, um die Mahlzeiten verarbeiten zu können – und zwischendurch auch Phasen der Erholung.

7

Eiskaltes vermeiden... . Eiskalte Getränke und Speisen schwächen den Organismus, ebenso wie Rohkost. Der Körper benötigt viel Energie, um Kaltes und Rohes zu verarbeiten – Energie, die er viel besser einsetzen könnte.

8

Keine Fertigprodukte! Mach' einen großen Bogen um Fertigprodukte und solche, die viel weißen Industriezucker enthalten. Fertigprodukte enthalten meist einiges an chemischen Zusatz- und Konservierungsstoffen, die (langfristig) negative Auswirkungen im Körper entfalten können – Stichwort: Allergie. Industriezucker wiederum bringt dem Körper nur leere Kalorien und ganz sicher schon bald die nächste Heißhunger-Attacke.

9

Milchprodukte eher reduzieren. Milchprodukte möglichst reduzieren. Inzwischen ist unbestritten, das Topfen, Joghurt & Co. den Körper stark verschleimen. Die raffinierte TCM-Küche bietet dazu eine reiche Palette genussvoller Alternativen.

10

Auszeit nehmen. Und seien es auch nur ein paar Minuten am Tag. Dauerstress und Hektik können der Gesundheit enorm zusetzen. Körper und Geist benötigen Ruhephasen, um wieder aufzutanken.

Zur Autorin: Andrea Sojka ist Ernährungs-Expertin und -Coach aus Niederösterreich. Unter Soulcooking.at bietet sie auch Online-Seminare an.

Leckere Rezepte nach der 5-Elemente-Küche:

Thema: Ernährung

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