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Teenager photoshoppen sich, um "Social Media ready" zu sein und die Ergebnisse sind schockierend

Der britische Fotograf Rankin bat junge Frauen darum, ihre Fotos so zu verändern, bis sie damit zufrieden waren. Das Ergebnis ist erschreckend...

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Teenager photoshoppen sich, um "Social Media ready" zu sein und die Ergebnisse sind schockierend
© iStock

Ein Fotoprojekt des britischen Starfotografen Rankin hat gezeigt, wie einige junge Leute iihr Aussehen bearbeiten, bevor sie die Bilder auf Social-Media-Plattformen wie Instagram veröffentlichen - und die Ergebnisse sind ziemlich schockierend.

Für das Projekt mit dem Titel Selfie Harm vom renommierten britischen Fotografen Rankin wurden 15 britische Teenager im Alter von 13 bis 19 Jahren fotografiert. Die Jugendlichen wurden dann aufgefordert, das Foto fünf Minuten lang zu bearbeiten, bis sie der Meinung waren, dass es "Social Media-ready" aussah.

Schmälere Nasen, größere Augen: Ein verzerrtes Schönheitsbild

Die Aufnahmen zeigen nicht nur, wie einfach es ist, das eigene Erscheinungsbild in wenigen Minuten zu ändern (dank der Fülle an Apps, die heutzutage erhältlich sind), sondern auch den Druck, unter dem junge Leute stehen, auf eine bestimmte Weise auszusehen.

Manche Jugendliche vergrößerten Lippen und Augen und benutzten ebenso virtuelles Make-Up. "Sie eifern ihren Idolen nach", sagte Rankin, "und das alles für ein paar Likes auf Instagram."

"Das ist nur ein weiterer Beweis dafür, dass wir in einer Welt von verzerrter Körperwahrnehmung, Traurigkeit, Ängstlichkeit und Anspannung leben - und das alles wegen Snapchat-Filtern, Social Media und Co.", führte der Fotograf weiter aus.

Auch wenn die jungen Frauen und Männer sagten, dass sie die Original-Bilder schöner fänden, blieb doch kein einziges der Porträts unretuschiert. Diskussion oder Diskurs über solch einfach zu bedienende Apps oder Filter gibt es dabei nicht - oder unzureichend. Schon kleinste Veränderungen machen einen riesen Unterschied und sehen verblüffend echt aus. Photoshop ist hingegen Teil einer großen sozialen und ethischen Diskussion - der wahre Feind liegt dabei eher bei FaceTune und Konsorten.

Die Fotos sind Teil einer Ausstellung mit dem Namen "Visual Diet". Es geht darum den Effekt, den solche veränderten Bilder auf unsere mentale Gesundheit haben, zu erforschen.

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