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Teil 1: Kräuterkosmetik selbst gemacht - Rezepte für Masken & Körperöle

Zu jedem teuren Wässerchen gibt es eine Alternative zum Selbermachen mit großer Wirkung. WOMAN bringt einfache Rezepte für Gesichtsmasken & Körperöle.

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Teil 1: Kräuterkosmetik selbst gemacht - Rezepte für Masken & Körperöle
© Corbis

Schönheit beschäftigt die Menschen seit Tausenden Jahren. Und da es früher keine Kosmetikhersteller gab, griffen Frauen zur Selbsthilfe – viele tun es bis heute. Denn die Natur hält unzählige Schätze für uns bereit, und mit heimischen Kräutern und Blüten lassen sich ganz einfach Schönheitselixiere herstellen, die unsere Haut mit allem Notwendigen versorgen. Das Beste dabei: Die selbst gemachte Kosmetik kommt ganz ohne künstliche Konservierungsstoffe aus und tut auch unserem Geldbeutel gut. Denn die Inhaltsstoffe holen wir einfach aus dem Garten oder von der Wiese.

Inhaltsstoffe:
Wichtig ist die Qualität der Zutaten: Die Öle sollten kaltgepresst und möglichst in Bioqualität sein. Frisch geerntet ist die Konzentration der Inhaltsstoffe von Blüten und Kräutern am größten. Sie sollten aber nicht in Straßennähe wachsen oder am Balkon in der Stadt gezogen werden – wenn Sie sie nicht aus dem eigenen Garten oder von einer Wiese holen können, besorgen Sie sie in der Apotheke oder im Reformhaus. Verwenden Sie bei den getrockneten Blüten, z. B. von der Kamille, größere Mengen, um die gleiche Wirkkraft zu erzielen.

Zubereitung:
Peinliche Sauberkeit ist das oberste Gebot. Denn unsere Haut hat oft winzigste Verletzungen, durch die Bakterien eindringen und eine Entzündung auslösen können. Und da die Mittel keine Konservierungsstoffe enthalten, ist hier besondere Vorsicht angeagt. Achten Sie also darauf, dass etwa der Mixer gut gereinigt ist. Für Öle und Masken, die länger haltbar sind, sollten die Gefäße zuvor ausgekocht werden. Einfach die Gläser in einen Topf mit kaltem Wasser geben, sodass sie vollständig bedeckt sind. Langsam erhitzen, bis das Wasser kocht, und einige Minuten köcheln lassen. Dann die Gläser im Wasser wieder abkühlen lassen, sonst zerspringen sie. Auf diese Art werden definitiv alle Keime getötet.

Aufbewahrung:
Am besten geeignet sind dunkle Glasflaschen oder -dosen, die fest verschlossen werden können. Denn viele Produkte sind licht- und luftempfindlich und verändern sich unter Einfluss von außen. Stellen Sie die Flaschen an einen trockenen, kühlen Ort, Kräuterwasser sollte überhaupt im Kühl­ schrank aufbewahrt werden, das verdoppelt seine Haltbar­ keitsdauer. Wenn Sie keine passenden Behältnisse zu­ hause haben, bieten Kosmetik­shops Verpackungen an.

Haltbarkeit:
Wie lange ein Produkt verwendet werden kann, ist völlig unterschied­lich. Öle etwa sind zumindest ein Jahr haltbar, bevor sie ran­zig werden. Dann erkennt man es aber sofort am Geruch, denn die meisten Öle sind geruchsfrei oder haben eine leicht fruchtige Note (je nach Öl­frucht verschieden). Wird der Geruch seltsam oder stechend, sollte man das Öl nicht mehr verwenden – wird es ranzig, so bilden sich freie Radikale, die den Stoffwechsel der Zelle empfindlich stören können. Diese Produkte sofort entsor­gen! Tinkturen mit Alkohol hingegen sind praktisch unbe­grenzt haltbar, als Richtwert gelten zwei Jahre. Frisch zu­ bereitete Masken sollten sofort verbraucht werden – bleibt doch etwas übrig, kann man sie ein bis zwei Tage im Kühl­schrank aufbewahren, länger allerdings nicht. Gesichtswas­ser oder Spülungen sind eben­falls nur begrenzt haltbar, als Richtwert gelten drei bis vier Wochen, wenn kein Alkohol enthalten ist. Wichtig: Verwen­den Sie unbedingt destilliertes Wasser aus der Apotheke, denn nur dieses ist völlig frei von Keimen.

Thema: Rezepte