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WOMAN testet: Fett weg mit Eis

Zu schön um wahr zu sein? Ohne Diät und ohne Sport verschwinden lästige Speckröllchen einfach und dauerhaft von selbst: Das verspricht Cool Sculpting. Wir wollten es genauer wissen und haben es am eigenen Leib beziehungsweise Speckröllchen getestet.

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Mit Kälte gegen Fett
© Thinkstock/ iStock/ Maridav

Wohl so ziemlich jede Frau hat die ein oder andere Stelle an ihrem Körper, mit der sie nicht gerade glücklich ist. Denn selbst Sport und gesunde Ernährung vermögen diese eine ungeliebte Delle nicht zu entfernen. Aber unters Messer legen für eine Schönheitsoperation will man sich doch eigentlich auch nicht. In diesem Fall kann das sogenannte Kryolipolyseverfahren, auch Cool Sculpting genannt, helfen. Denn hierbei werden Fettdepots dauerhaft reduziert - ohne Operation, ohne Ausfallszeit und ohne Narben. Das verspricht das Team vom "Kuzbari-Zentrum für Ästhetische Medizin" und wir wollten herausfinden, ob dem wirklich so ist und vor allem, ob es tatsächlich funktioniert!

Statt Messer und Fettabsaugung kommt Kälte zum Einsatz (hier haben wir genauer erklärt, wie dies theoretisch funktioniert). Die zu behandelnden Problemzonen werden in eine Vakuumglocke gesaugt und über Kühlmodule nach und nach auf exakt definierte Temperaturen abgekühlt, bei denen lediglich die Fettzellen angegriffen werden. Für die Haut und das umliegende Gewebe sollen so keine Schäden entstehen.

Nach einem umfassenden Aufklärungsgespräch sowie Voruntersuchung, dauert die Behandlung 1 Stunde pro behandelter Stelle: Dabei wird zunächst ein Schutzvlies aufgelegt und dann das Cool Sculpting-Gerät auf die betroffenen Fettpölsterchen angesetzt und diese angesaugt. Nach einer Stunde Kühlung wird die entsprechende Körperstelle noch kräftig massiert, was dank der nun wieder einsetzenden Empfindlichkeit eigentlich am unangenehmsten ist. Zwar verbringt man die gesamte Behandlungszeit im Liegen und den Umständen entsprechend relativ bequem, dennoch ist danach mein Kreislauf etwas mitgenommen.

Cool Sculpting

Dank der Saugglocke bilden sich bei mir am ersten Tag danach - wie auch angekündigt - massive blaue bis dunkelviolette Flecken. Die betroffenen Körperstellen sind darüber hinaus angeschwollen und druckempfindlich: Jeans sind also keine Option und leider schmerzt selbst die Strumpfhose unterm Kleidchen. Am zweiten Tag jedoch sind diese Unanehmlichkeiten schon bedeutend geringer, dafür macht sich ein Taubheitsgefühl ziemlich großflächig breit - auch dieses wurde im Vorfeld angekündigt. Am vierten Tag sind die blauen Flecken fast vollständig verschwunden. Das taube Gefühl jedoch hält sich - immer dezenter werdend - noch über Wochen und ist partiell nach drei Monaten immer noch vorhanden.

Dafür setzt nach Wochen aber ebenso der erhoffte Effekt ein: Denn dieser ist nicht sofort bemerkbar, sondern nun muss der Körper erst anfangen zu arbeiten und die abgefrorenen Fettzellen durch das Immunsystem abbauen: Ungefähr 25 Prozent der Fettzellen verschwinden durch eine Behandlung an der jeweiligen Stelle.
Erste Veränderungen sind frühestens drei Wochen nach der Behandlung sichtbar und nach zwei Monaten am deutlichsten. Tatsächlich ist diese offensichtliche Delle, die bei enganliegenden Kleidern immer ein Störfaktor war, deutlich geschrumpft - und das obwohl ich in der Zeit dazwischen kaum Gelegenheit hatte, Sport zu betreiben.

Cool Sculpting: Vorher - Nachher

Und natürlich erst nach unserem Test, könnten eventuell sogar die unangenehmen Nebenwirkungen wegfallen: Denn zusätzlich zur Saugglocke bietet das Kuzbari-Team die Behandlung nun mit einem neuen Gerät an, wo nichts eingesaugt wird, sondern nur der sogenannte Coolsmooth-Applikator angelegt wird.
Die Kosten für die Behandlung hängen individuell von der Verteilung des Fettgewebes ab und beginnen bei € 690 (z.B. 1 kleine Region) bis zu etwa € 2900 (z.B. für 5 kleine Regionen).

Weitere Informationen auf kuzbari.at

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