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Test: Eishockey für Frauen

Nach femininen Chair Club Dance begibt sich die WOMAN-Redaktion nun aufs knallharte Eis und trainiert mit Österreichs bester Damen-Eishockeymannschaft. Plus: Video!


  • WOMAN-Redakteurin Katharina Domiter in voller Eishockey-Montur.

    Bild 1 von 4 © Melanie Zingl
  • Redakteurin Melanie Zingl kam beim Eishockey-Training ganz schön ins Schwitzen.

    Bild 2 von 4 © Katharina Domiter

Zugegeben, vielleicht war das Ziel ein bisschen hochgesteckt, aber nachdem die WOMAN -Redakteurinnen Kathi Domiter und Melanie Zingl mittlerweile so richtig vom Sportfieber gepackt sind ( Linktipp: hier ihr TRX-Workout-Test ), musste Herausforderung Nummer 13 etwas ganz Besonderes sein: Sich einmal wie die großen Eishockey-Stars fühlen und übers Glatteis fegen. So der Plan. Die Tatsache, dass die beiden angehenden Eishockey-Stars nur mäßig begabt in Sachen Eislaufen sind, wurde da vorerst ignoriert. Das würde schon irgendwie klappen. Und am Schläger könnte man sich zur Not ja auch festhalten...

Eishockey-Training: Eishartes Warm-up!

Um 20 Uhr startet das Training der EHV Sabres, Österreichs erfolgreichster Damenmannschaft (achtfacher Staatsmeister!), in der Albert Schultz Halle. Eine Stunde lang steht Aufwärmen am Programm. „Was? Und dann geht es erst aufs Eis?“, sind beide etwas irritiert. Doch Drücken ist nicht drinnen - schon geht es los: Als Warm-Up heißt es erstmal zehn Minuten lang durch die Halle laufen. Weiter geht’s mit Ausfallschritten, Dehnübungen, Yoga-Übungen , Liegestützen, Seitstützen und Sprüngen samt Hüftgurt. Puh!

Während Kathi und Melanie danach erschöpft auf den Tribüne-Rängen hängen und eine kurze Verschnaufpause einlegen, dreht der Hallenwart auf dem Eiswagerl seine Runden am Feld. Und bereitet die Fläche für das Training vor. Währenddessen fragen sich die zwei, wie sie es überhaupt aufs Eis schaffen sollen. Zuerst steht aber ohnehin das Umziehen an …

Schon das Ankleiden ist eine Challenge

Es geht also wieder zurück in die Kabine. Stutzen, Hose, Tiefschutz (Unsere zukünftigen Kinder werden es uns danken!), Schienbeinschützer, Schulterschutz, Ellbogenschützer, Dress, Helm, Handschuhe, Schläger, Eislaufschuhe - alles liegt schon parat. Und die beiden Redakteurinnen stehen vor dem nächsten Rätsel: Wie zieht man das bloß an? Was kommt zuerst? Und wofür ist das eigentlich alles?

Trainerin Sandra und Teamkollegin Kathi eilen zur Hilfe. Und ziehen die beiden Hilflosen an. Mit Klebeband werden Stutzen und Schienbeinschützer fixiert, der Schulterschutz wird angelegt, die Eishockeyschuhe gebunden, dann noch das Dress, Handschuhe, Helm. Kathi und Melanie steht jetzt schon der Schweiß auf der Stirn. Wie zwei Michelin-Männchen wackeln sie durch die Kabine. Doch mit dem Schläger in der Hand fühlen sie sich schlagartig wie zwei knallharte Eishockey-Cracks! Auf geht’s in die Eishalle …

Voller Euphorie fährt Melanie aufs Spielfeld - und fällt gleich mal auf den Hintern. Der erste Trainingspunkt ist deshalb ganz nach ihrem Geschmack: Bauchflecke üben! Danach wird Bremsen gelernt. Oder auch nicht: Kathi hat da nämlich so ihre Probleme damit. Während die anderen Teammitglieder am anderen Ende flott ihre Kurven ziehen, fällt das Training auf der anderen Seite eben etwas langsamer aus. Doch die Eishockey-Kolleginnen sind geduldig und redlich darum bemüht den beiden das Rückwärtsfahren, Schlagschüsse und Passen mit dem Puck beizubringen.

Nach 90 Minuten am Eis ist das Abenteuer überstanden. Und Kathi und Melanie am Ende ihrer Kräfte. Beide sind sich einig: “Eishockeyspielen ist schweißtreibend, anstrengend und geht an die körperlichen Grenzen. Auch wenn wir uns nur im Schneckentempo über das Spielfeld bewegt haben. Bei den Profis sieht das viel leichter aus.” Also: Ihre NHL-Karriere legen die WOMAN -Redakteurinnen vorerst auf Eis …

Eishockey im Check

Stimmungsbarometer: Viel Zeit zum Blödeln bleibt nicht. Bei den einzelnen Bewegungsabläufen ist höchste Konzentration gefragt: Gleichgewicht halten, Arme und Beine koordienieren, auf die Schlägerhaltung achten, den Puck richtig anvisieren - und treffen!

Fitnessfaktor: Sehr hoch! Schon beim Aufwärmen werden sämtliche Körperpartien trainiert, die dann auf dem Eis weiter beansprucht werden.

Wirkung: Ein Allround-Package für den Body - von Cardio über Gleichgewicht bis zum Muskelaufbau.

Kalorienverbrauch: zirka 1.200kcal/90min am Eis + 45min Aufwärmen

Kontakt: www.ehv-sabres.at