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Test: Fit mit Mandu

Zur Traumfigur und mehr Vitalität binnen kurzer Zeit? Das zumindest verspricht das Workout M.A.N.D.U. Society-Lady Simona Katzlinger machte den Test.

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Test: Fit mit Mandu
© Thinkstock

Blond, schlank, lebenslustig: So sichtet man Simona Katzlinger auf diversen Promi-Events der Stadt. Fast schon 60 Jahre alt? Nie und nimmer, bei der Figur. Ist aber so. Dabei, so Simona, sei ihr Diät immer ein Fremdwort gewesen. "Mir ging es immer darum, mich fit, vital und straff zu fühlen. Das erreicht man nur mit Workout."

Dementsprechend interessiert zeigte sich die an der heimischen Buffet-Front gern gesehene Society-Lady, als es darum ging, das M.A.N.D.U.-Hightech-Training für uns auszutesten.

Was ist M.A.N.D.U?

Mandu ist eine Trainingsmethode (erdacht von Fitness-Guru Toni Klein), die Vitalität, Gesundheit und daraus resultierende Traumfigur binnen kürzester Zeit verspricht. Investieren muss frau dafür nur 15 schlappe Minuten Training pro Woche. Für Berufstätige ein Traum (und das Ende für jede Ausrede, nicht ausreichend Zeit fürs Training zu haben).

Zweite Notwendigkeit, damit sich die versprochenen Erfolge einstellen: eine Ernährungsumstellung. No worries: es geht nicht um tristes Salat-Geknabbere, sondern um einen ausgewogenen Ernährungsplan.

All das erhält Simona im M.A.N.D.U.-Studio in der Singerstraße im 1. Wiener Bezirk (Daniela Varga ist Simones M.A.N.D.U.-Coach), wo der Test über drei Wochen jeweils 2mal pro Woche für 15 Minuten die Bühne geht. Ehe das Training mit einem gemütlichem Lauf am Laufband beginnt, wird sie noch genau vermessen. Zusätzlich wird auch der Bauchfett-Anteil ("viszerales Fett") ausgewertet. Ziel der Übung ist es, sowohl ihr Gewicht, die Skelettmuskelmasse und die Körperfettmasse in Balance zu bringen.

Simona Katzlinger beim M.A.N.D.U.-Training

Wie sieht der Ernährungsplan bei M.A.N.D.U. aus?

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Simona wird generell nur drei große Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen: Frühstück, Mittag- und Abendessen. Zwischen den Mahlzeiten sollen diszipliniert fünf Stunden Pause eingehalten werden. Das Frühstück darf viel Eiweiß enthalten und auch kohlehydrateträchtig (z.B. Müsli) sein - dadurch stellt sich enorme Sättigung ein. Simonas geliebtes Brot mit Marmelade und Butter ist tabu. Nüsse dienen als Brainfood und sind als Snack zwischendurch erlaubt. Genau wie Äpfel, die Pektin enthalten und für die Ernährungsumstellung essentiell sind.

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Auch das Mittagessen darf eiweißhaltig sein: Geflügel, Fleisch (Rindsteak z.B.), Fisch, Milchprodukte (Joghurt, Käse), Hülsenfrüchte und Eier helfen gegen Heißhunger. Gemüse aller Art ist erlaubt. Kohlenhydrate (Kartoffeln, Reis, Nudeln) ebenfalls

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Am Abend sind Kohlenhydrate dagegen gestrichen: Nudeln, Reis, Kartoffeln – vom Speiseplan verbannt. Eiweiß hingegen ist erlaubt. Eiweiß ist wichtig, um Muskeln aufzubauen, denn ohne Muskeln passiert keine Fettverbrennung.

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Neben dem Eiweiß-Shake, den M.A.N.D.U. für das Training entwickelt hat und der im Trainings-Paket enthalten ist, trinkt man Leitungswasser mit Ingwer, Zitrone oder Limette, Grün- und Rotbusch-Tee sowie zuckerfreien Kaffee ohne Milch (in Maßen wohlgemerkt). Alkohol ist natürlich ein No-go! Gar nicht so einfach, wenn frau auf diversen Society-Events bislang das eine oder andere Glas Sekt gekippt hat. Those sinful times are now over, Darling!

Dazu muss Simona ein Ernährungstagebuch führen, in dem sie ihre Mahlzeiten protokolliert – aber auch, was ihr gut getan und was sie weniger vertragen hat.

Das 15-Minuten-M.A.N.D.U.-Training

Es sieht ziemlich witzig aus, wie Simona da an dieses Gerät mit Kabeln und Elektroden geschlossen wird. Und es wirkt ein wengerl "HighTech". Ist es auch. Bei M.A.N.D.U. handelt es sich um ein effektives Muskelspannungstraining, eine elektrische Musikelstimulation (EMS), wobei die Bewegung im Gehirn 'startet' und über das Rückenmark (Nerven) zur Muskulatur geleitet wird. Der Körper gerät durch eine gezielte Intensivierung der körpereigenen elektrischen Reize in Spannung, 656 Muskeln werden bis in die Tiefe gekräftigt, gestärkt und gestrafft. Ursprünglich wurde die Methode in Rehabilitationszentren bei Genesenden angewandt.

Das Ergebnis (ohne Photoshop!)

Um den Erfolg des Trainings sichtbar zu machen, lässt Simona die Hüllen fallen und präsentiert ihren Körper. Vorher-Nachher: ein Traumkörper, was soll man sagen? Doch bei genauerer Ansicht sind ein paar Unterschiede denn doch bemerkbar.

SIMONA VOR DEM TRAINING:

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SIMONA NACH DREI WOCHEN MANDU:

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Wir haben sie nach den drei Wochen nochmals befragt:

WOMAN: Fiel dir die Ernährungsumstellung schwer?
Simona: Auja! Früher habe ich zwischendurch flüchtig einen Happen gegessen, wann immer mir danach war. Das inkludierte auch die vielbesagten Mitternachtssnacks. In der Früh hatte ich dann nie Hunger. M.A.N.D.U. empfiehlt ein ordentliches Frühstück – das fand ich zunächst sehr schwer. Solche Mengen konnte ich morgens kaum in mich hineinschaufeln. Aber ich habe durchgehalten und den Ernährungsplan nur ganz selten durch eine kleine Sünde unterbrochen. Mittlerweile merke ich, wie gut mir das Frühstück tut. Meine morgendlichen Kreislaufschwächen, die ich hatte, weil ich mit leerem Magen ins Training bin, sind verschwunden. Ich habe generell mehr Energie.

WOMAN: Du bist prinzipiell schon schlank. Woran hast du gemerkt, dass das Training trotzdem was bewirkt?
Simona: An meiner Kleidung! Der Stoff ist loser geworden. Ich habe nach 10 Tagen bereits 1,5 Zentimeter Umfang verloren!

WOMAN: War es mühsam, deine Ernährung zu protokollieren?
Simona: Nein, ich wollte ja unbedingt einen Erfolg erzielen. Ich habe alles fein säuberlich aufgeschrieben. Das war ziemlich hilfreich. Ich habe zum Beispiel ein Augenmaß dafür entwickelt, wie viel 100g Nudeln sind. Früher konnte ich mir nicht vorstellen, 100g Hüttenkäse oder 120g Putenschinken zu essen. Dank der Ernährungsumstellung habe ich nun ein Gefühl dafür.

WOMAN: Sind auch schlechte Essgewohnheiten verschwunden?
Simona: Ich "muss" jetzt keinen Kaffee mehr trinken – davor undenkbar. Ich ersetze ihn nun durch Tee. Auch Alkohol habe ich stark reduziert. Und: meine "Sünden" sind mir jetzt bewusster. Weshalb ich sie leichter vermeiden kann.

WOMAN: Wie hast du das Training empfunden?
Simona: Das allererste Training unterschied sich enorm von den Probeeinheiten, die ich schon vor dem Intensivtraining versucht habe. Zum ersten Mal spürte ich wirklich meine Muskeln, ähnlich eines Muskelkaters. Glücklicherweise hatte ich am nächsten Tag dann keine Schmerzen mehr. Das Training hat mir sehr viel Spaß macht, weil immer wieder eine zweite Person da war, die mitmachte. Ich habe zum Beispiel einen netten Mann kennengelernt, der früher sehr starke Rückenschmerzen hatte. Die sind dank des Trainings ebenfalls verschwunden.

Die Ergebnisse:

  • GEWICHT vorher: 64,4 Kilo; nachher: 62,5 Kilo
  • VISZERALFETT (BAUCHFETT) vorher: 84,3cm2; nachher: 77cm2
  • KÖRPERFETT vorher: 19,1 Kilo; nachher: 18 Kilo
  • UMFANG:
  • Bauch: vorher: 87cm; nachher: 85cm
  • Hüfte: vorher: 99cm; nachher: 98cm
  • Bein: vorher: 58,5cm; nachher: 57cm
  • Arm: vorher: 30cm; nachher: 30cm

Simona wird das Training übrigens weiterführen. Und beweist damit, dass man auch mit 59 Jahren durchaus nicht zu alt ist, um etwas für seinen Körper zu tun.

Thema: Fitness