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Test: Jet Peel

Hautverjüngung nach dem Düsenjetprinzip – die neue Peeling-Methode "Jet-Peel" verspricht einiges. WOMAN machte den Test.


  • Neue Peeling-Methode: Jet Peel soll die Haut verjüngen und den Lymphabfluss anregen.

    Bild 1 von 4 © N. Siebert
  • Schönheits-Profi Dr. Ingrid Thaler bereitet die Jet Peel-Behandlung vor.

    Bild 2 von 4 © N. Siebert

Keine Schmerzen, porentiefe Reinigung und babyzarte Haut: mit einem Tempo von 720 km/h werden bei der "Jet-Peel"-Methode abgestorbene Hautschüppchen entfernt und kleine Fältchen minimiert. Klingt wild? Wir machten den Test.

Dazu suchen wir die noble Praxis von Dr. Ingrid Thaler ( www.drthaler.at ), Spezialistin für ästhetische Lasermedizin, auf. Sie bietet als eine der ersten Beauty-Expertinnen des Landes die neue Peeling-Methode an. Und die soll es in sich haben: die Haut verjüngt sich ganz natürlich, Sofort-Effekte garantiert. "Top-Neuheit aus der Raumfahrttechnik – bis 4mm Eindringtiefe" verspricht der Werbefolder. Uns erfasst leichte Panik. Raumfahrttechnik! Eindringtiefe!

Zum Glück nimmt Schönheits-Profi Ingrid Thaler die Ängste sofort. "Jet-Peel" hat nichts mit Spritzen zu tun, die ca. halbstündige Behandlung ist völlig schmerzfrei. Und das Beste: im Gegensatz zu Fruchtsäure-Peelings schält sich die Haut im Anschluss an die Sitzung nicht – man ist also sofort wieder (mehr als) gesellschaftsfähig. Dazu eignet sich "Jet Peel" für jeden Hauttyp – trockene Haut wird befeuchtet, bei fettiger Haut werden die Poren verfeinert und sogar Akne wird gemildert.

Wir legen uns auf die Behandlungsliege. Zum Schutz der Augen erhalten wir zwei Wattepads. Tipp: vor der Behandlung lieber keine oder nur wasserfeste Wimperntusche (hier im Test) tragen. Sonst sieht man nach der Behandlung wie ein Panda aus!

Ingrid Thaler nähert sich uns mit einer großen Spritze. Ehe wir angsterfüllt aufspringen können, beruhigt sie. In der Spitze befindet sich keine Nadel, sondern ein (medizinisches) Gas- und Kochsalzgemisch, das über einen Applikator mit rund 720km/h auf die Haut gesprüht wird (entwickelt wurde das Düsenantriebs-Prinzip übrigens ursprünglich in der Raumfahrt). So öffnen sich die Poren, Tiefenreinigung, Exfoliation und Hydration setzen ein.

Gott sei Dank ist der Strahl nicht so fest! Zunächst werden Hals und Dekolletè besprüht. Und das kitzelt ziemlich. Zumindest am Hals. Angenehmer ist die Behandlung im Gesicht. Mit kreisenden Bewegungen fährt Beauty-Expertin Thaler zunächst über meine linke Gesichtshälfte (Wangen, Kinn und Stirn), dann wechselt sie auf die andere Seite. Vor allem auf der Stirn ist die "Jet Peel"-Methode sehr angenehm (wenn auch ziemlich kühl, da das Gas-Wasser-Gemisch die Haut um acht bis zehn Grad abkühlt). Nun werden die Lymphwege abgefahren – so werden nicht nur alte Hautpartikel entfernt, sondern auch der Lymphabfluss aktiviert.

Nach etwa 25 Minuten ist der erste Teil (die "Microdermabrasion") beendet. Nun ist die Haut vorbereitet für den nächsten Schritt – das Wunderelixier Hyaluronsäure . Die körpereigene Substanz zieht Feuchtigkeit an und bindet sie. Über die kleinen Düsen wird sie nun großflächig über das Gesicht verteilt. Dann massiert Dr. Thaler sie noch sanft in die Haut ein.

Fertig – die Schönheitsprozedur ist überstanden. Und tatsächlich: die Haut ist leicht rosig und glänzt schön. Allerdings fühlt sie sich aufgrund der Hyaluronsäure ein wenig klebrig an. Direkt im Anschluss an die "Jet Peel"-Behandlung würden wir also kein Make-up empfehlen. Trotzdem: hat man am Abend einen wichtigen Event, eignet sich die Behandlung aufgrund des Sofort-Effekts wirklich.

Auch in den nächsten Tagen sieht die Haut noch frischer und entspannter aus. Dazu ist sie (trotz kalter Temperaturen und Klimaanlage im Büro) zart und weich wie selten. Ein dauerhaftes Ergebnis (etwa geminderte Fältchen) zeigt sich aber erst nach drei bis vier Sitzungen.

Derlei kostet dann doch recht viel: auf 150,- Euro kommt die "Jet Peel"-Behandlung mit dem Kochsalz-Gas-Gemisch. Inkludiert ist die Behandlung von Gesicht, Hals, Dekolletè und Händen. Nochmals 50,- Euro zahlt man für die anschließende Besprühung mit wahlweise Hyaluronsäure, Vitamin A, B oder C. Aber als schnelle Beauty-Anwendung vor einem wichtigen Event kann man sich den kleinen Luxus durchaus mal leisten.

Weitere Informationen:
Dr. Ingrid Thaler, Spezialistin für ästhetische Lasermedizin;
Kärntner Ring 15 1010 Wien
Im Web: www.drthaler.at