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Grausame Tierversuche bei Hamburg: "Methoden aus dem 19. Jahrhundert"

Nach der Veröffentlichung heimlich in einem Versuchslabor aufgenommener Aufnahmen, sprechen TierschützerInnen von "flächendeckenden Problemen bei Tierversuchen".

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Grausame Tierversuche bei Hamburg: "Methoden aus dem 19. Jahrhundert"
© glomex

Ein Beagle mit blutigen Pfötchen, der völlig apathisch in einem kleinen Käfig sitzt. Ein Affe, in ein Metallgeschirr eingespannt - völlig hilflos, das Köpfchen in einer Schlinge befestigt. Schreckliche Aufnahmen, wie aus einem Horrorfilm. Aber echt. Dieses verstörende Video veröffentlichte jetzt die deutsche Organisation Soko Tierschutz. Vier Monate lang gab sich ein Mitglied der Organisation als Pfleger aus und filmt undercover, was hinter verschlossenen Türen des größten Tierversuchslabors Deutschlands passiert. Die Liste an Verstößen soll laut TierschützerInnen lang und grausam sein.

Wie die Zustände eines der größten Auftragslabore für Tierversuche in Deutschland wirklich sind, konnte bis vor Kurzem nicht aufgezeigt werden. Selbst dem Bürgermeister von Mienenbüttel, wo das Labor seinen Standort hat, soll der Zutritt in die laboreigene Beaglezucht verwehrt worden sein. Bei früheren Kontrollen, angekündigt oder unangekündigt, seien derartige Verstöße nicht registriert worden, sagte Kreissprecher Bernhard Frosdorfer. 2015 schrieb die Zeit : "Die Mittel werden den Tieren oral verabreicht, als Infusion, Inhalation oder Injektion in die Bauchhöhle, auf die Haut, in die Vagina, ins Auge, ins Gelenk oder in den After." Das liest sich bereits grausam. Die Bilder dazu sind aber nahezu unerträglich.

Hier das veröffentlichte Video

Triggerwarnung: Das folgende Video zeigt explizit Tierleid und kann für manche Menschen verstörend sein.

Gegen die Firma LPT (Laboratory of Pharmacology and Toxicology) wurde jetzt Strafanzeige gestellt. Die Petition auf change.org "STOPPT TIERVERSUCHE - Schließt das LPT "Laboratory of Pharmacology and Toxicology" Hamburg hat aktuell rund 147.000 Unterschriften. HIER kannst auch die die Petition unterzeichnen.

Das sagen TierschützerInnen zu den Aufnahmen


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Themen: Report, Tiere