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Babymoon: Reisetipps für schwangere Frauen

Noch mal schnell verreisen und gemeinsam mit dem Partner die (ruhige) Zweisamkeit genießen, bevor der kleine Knirps das Leben auf den Kopf stellt. Aber wie am besten planen? Wir haben die besten Tipps für einen entspannten Babymoon.

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reisen schwangere
© Photo by Anthony Tran on Unsplash

Nur weil man schwanger ist, muss man nicht auf den Spaß des Lebens verzichten! Und dazu gehört natürlich auch das Reisen. Deshalb, liebe Bald-Mamas, gönnt euch noch einen "Babymoon", also einen Trip, bevor euer Baby auf der Welt ist. Wenn ihr euch an ein paar Tipps haltet und schön Ruhe bewahrt, dann werdet ihr eurem kleinen Schatz von einer wundervollen Reise berichten können!

Reiseziele für Schwangere

Sonne oder Berge? Wer auf Nummer sicher gehen will, reist innerhalb von Europa. Da sind auch Jetlag, Klimaveränderungen oder mögliche Erkrankungen kein Thema. Ärzte raten übrigens generell von Fernreisen in exotische Länder ab. Vor allem in jene, bei denen eine Impfpflicht besteht. Ein wenig Sonne tanken kann man bei uns ja auch, allerdings sollten die Temperaturen am Ferienort 28 Grad nicht übersteigen. Aktive, die gerne wandern gehen, müssen berücksichtigen, dass der Luftdruck besonders ab 1.800 Meter abnimmt – da ist nicht nur die Puste schneller weg, es kann auf dieser Höhe auch zu Schwindel und Sauerstoffnot kommen. Extreme Bergtouren oder große Höhenunterschiede sind deshalb nicht ratsam.

Wie lange soll ich verreisen?

Im zweiten Drittel wegfahren. Die beste Reisezeit liegt zwischen zwischen dem fünften und siebten Monat, also von der 17. bis zur 28. Schwangerschaftswoche. Da fühlen sich werdende Mütter am besten: Die anfängliche Übelkeit ist vorbei und der Bauch noch nicht so groß. Außerdem sind die großen hormonellen Umstellungen vorbei, die Schwangerschaft gefestigt. Ab der 28. Woche wird es dann mühsamer, zu reisen. Auch Kreuzfahrten sind nur bis zur 24. Woche erlaubt.

Mit dem Auto oder dem Flugzeug?

Autoreisen
Roadtrip mit Bauch. Mit dem Auto zu reisen, ist natürlich die flexibelste und – neben Bahnfahren – die gemütlichste Variante. Trotzdem ist es wichtig, spätestens alle 90 Minuten eine Pause einzulegen, um sich zu strecken und ein wenig rumzulaufen. Denn langes Sitzen schränkt die Blutzirkulation im Beckenbereich ein. Beim Anschnallen gilt: Der Dreipunktgurt muss – nicht zu locker – über der Brust und unterhalb des Bauchs entlanglaufen (spezielle Gurte gibt es bei jedem Fachhändler). Und lass ruhig deinen Liebsten lenken – vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel. Da lässt die Konzentration schneller nach.

Sind nicht die schönsten Socken, aber Kompressionsstrümpfe müssen sein!

Flugreisen
Zeitraum. Generell gilt: Bei Risiko- oder Mehrlingsschwangerschaften unbedingt mit dem Arzt abklären. Frauen, die unter Übelkeit leiden, sollten in den ersten drei Monaten eher nicht fliegen, da diese verstärkt werden kann. Ab der 34. Schwangerschaftswoche ist bei den meisten Fluglinien Schluss mit Urlaub, manche verlangen sogar schon ab der 28. Woche ein ärztliches Attest. Tipps: So schön das Rausschauen aus dem Fenster ist, ein Gangplatz ist bequemer, weil man da öfter aufstehen kann, um die Beine besser zu durchbluten. Kompressionsstrümpfe (da gibt's schon echt hübsche, z. B. von ITEM m6) schützen vor Thrombose. Ganz wichtig: Mindestens jede Stunde ein Glas Wasser trinken.

Packen für den Babymoon

Handgepäck
Für alle Fälle gerüstet. Lange Reisen sind ja an sich schon anstrengend genug, mit Baby im Bauch wird alles noch etwas mühsamer. Deshalb gehören diese Sachen unbedingt ins Handgepäck: Nackenrolle für bequemes Sitzen, eine leere Flasche für Wasser (kann man noch schnell vor Abflug auffüllen) und frisches Obst sowie Schokolade für Heißhungerattacken zwischendurch. Ohropax und Schlafmaske helfen gegen lästige Sitznachbarn. Schwangere sollten auch alle Notfallkontakte und den Mutter-Kind-Pass griffbereit dabeihaben. Wichtig: Unbedingt ein zweites Paar bequeme Schuhe einpacken – und die eine Nummer größer, weil Füße schneller anschwellen.

Damit die Übelkeit nicht Überhand nimmt - Akupressurarmbänder!

Checkliste
An alles gedacht. Atmungsaktive, gemütliche Baumwollkleidung steht ganz weit oben auf der Liste. Enge Jeans und Nylonstrumpfhosen aber bitte daheim lassen – sie begünstigen das Risiko einer Pilzinfektion, vor allem bei heißem, feuchtem Klima. Werdende Mamis schließen bei der Buchung am besten eine Reise-Stornoversicherung ab und erkundigen sich davor über den jeweils aktuellen Versicherungsstatus sowie die medizinische Versorgung am Zielort. Falls man den Babybauch noch nicht so gut erkennt, sollte man eine Notiz bei sich zu tragen, auf der in der Landessprache steht, dass man schwanger ist.

Was kann ich mir als Schwangere zutrauen?

Sport in Maßen. Nicht jeder mag nur faul am Strand herumliegen. Gegen Sport ist ja an sich nichts einzuwenden, nur allzu abenteuerlich sollte er nicht sein. Raften, Klettern oder Tauchen fallen da schon mal weg. Was aber guttut, sind Yoga, Wandern, Schwimmen und leichtes Joggen (vorausgesetzt, man ist auch schon vor der Schwangerschaft regelmäßig gejoggt). Viele Hotels bieten spezielle Kurse für Schwangere an. Hier gibt es viele Angebote weltweit, mit Aktivitäten-Guides.

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