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Tipps für die Gehaltsverhandlung

Clever verhandeln ist gerade für Frauen wichtig, wenn sie sich bei Gehaltsdebatten gegen ihren Chef durchsetzen wollen. Mit diesen Tipps bekommt man das Geld, das man verdient.


Tipps für die Gehaltsverhandlung
© Corbis

Noch klaffen die Gehälter von Männer und Frauen deutlich auseinander (Tipp: mach' hier den Test, ob du gerecht entlohnt wirst). Umso wichtiger ist es, bereits in jungen Jahren für eine ordentliche Bezahlung zu kämpfen (Link-Tipp: Karriereleitfaden ). Denn monetärer Verzicht rächt sich im Alter.

Doch vielen Frauen ist Geld weniger wichtig als ein gutes Betriebsklima oder eine wertschätzende Führungskultur. Dabei vergisst frau oft, dass gute Leistung auch einen finanziellen Gegenwert haben muss. Dabei ist Verhandlungsgeschick und Taktik gefragt.

Tipps für die Gehaltsverhandlung:

• 1. Gehaltskompromiss ohne Gesichtsverlust!

Wollen Frauen in einem Bewerbungsgespräch 60.000 Euro Jahresgehalt, der Arbeitgeber bietet aber nur 40.000 Euro, bedeutet ein Nachgeben einen Gesichtsverlust für die Bewerberin, selbst wenn sich beide in der Mitte einigen. 30 Prozent Unterschied sind ganz klar zu hoch. Eine Chance das Gesicht zu wahren und gleichzeitig Selbstsicherheit auszustrahlen liegt in folgender Antwort: "Während der Probezeit arbeite ich zu Ihren Bedingungen, danach richten Sie sich nach meinen!" Wichtig ist, sich auf diesen Deal nur bei sofortiger schriftlicher Vereinbarung einzulassen!

• 2. Nachlass nur mit Gegenleistung!

Handeln belebt das Geschäft, doch Vorsicht: Glaubwürdigkeit heißt die Devise! Nachgeben gibt es nur gegen Gegenleistung. Wer sich extrem drücken lässt, hätte ja auch gleich weniger verlangen können. Schon leidet die Glaubwürdigkeit. Um das Gesicht zu wahren, sollte frau noch ein wenig Verhandlungsspielraum haben. Das können z.B. weniger Stunden, andere Aufgaben, mehr Urlaub, Weiterbildung, Zuschüsse zu Kinderbetreuung oder Kantinenessen oder Dienstwagen sein. Wichtig: Man muss mit dem Chef auf Augenhöhe bleiben – es geht nicht nur um das eine Gespräch, es geht darum, auch in Folge ernstgenommen zu werden!

• 3. Schmerzensgeld-Aufschlag!

Sind bei einem zukünftigen Arbeitsplatz nicht alle Komponenten überzeugend (und von diesem einen Jobangebot hängt nicht gleich die gesamte Existenz ab), dann sollten Bewerberinnen ganz genau überlegen, was sie gerne tun und was nicht. So kann man für weniger angenehmen Dinge entsprechende Mehr-Entlohnung zu verlangen, z.B. wenn der Job viele Reisen vorsieht oder die Arbeit unter bestimmten Umständen erfolgen soll.