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Tipps: Gesunde Ernährung für Kinder

„Bäähh, das ess´ ich nicht!“ Den Satz kennen fast alle Eltern. Ernährungsexpertin Andrea Sojka verrät, wie man Kindern gesunde Ernährung schmackhaft macht.


Tipps: Gesunde Ernährung für Kinder

Andrea Sojka: Bietet unter "Soulcooking" Ernährungs-Coachings an

© Soulcooking

Eine gute Ernährung für unsere Kinder liegt uns allen am Herzen, aber oft genug verweigert der Nachwuchs, wenn Gesundes auf den Tisch kommt, und bringt uns mit seiner Vorliebe für Fastfood, zuckerhaltige Getränke und Naschwerk zur Verzweiflung.

Ernährungs-Expertin Andrea Stojka, selbst Mutter zweier Kinder, bietet unter Soulcooking.at u.a. auch Online-Coachings zum Thema "Kochen mit Kindern" an. Wir baten die "Kochphilosophin" um ihre besten Tipps, damit wir den Kiddies eine ausgewogene Ernährung schmackhaft machen können.

Die 10 wichtigsten Tipps der Expertin für gesunde Kinderernährung:

1

Warmes, energiereiches Frühstück ..ist wesentlich für einen guten Start in den Tag. Die Traditionelle Chinesische Medizin sieht Magen und Verdauungstrakt gleichsam als Ofen, der gerade morgens ordentlich befeuert werden will. Das funktioniert am besten mit einem warmen Frühstück. Idealerweise enthält es Getreide, das lange sättigt, und dazu gedünstetes Obst.

2

Pausen zwischen dem Essen Auch der Verdauungstrakt der Kinder braucht immer wieder Pausen und Zeiten, wo er nicht arbeitet, sondern sich einfach nur erholen kann.

3

Milchprodukte reduzieren Milchprodukte sollte man möglichst weglassen, denn sie verschleimen stark. Wer – wenn auch nur einmal vorübergehend – darauf verzichtet, bekommt zum Beispiel bei Husten oder Schnupfen verstopfte Atemwege schnell wieder frei.

4

Mehr Vollkornprodukte im Speiseplan .. und wenig bis keine Weizen- und Weißmehlprodukte, denn sie enthalten einerseits oft Zucker und andererseits haben sie keine Energie, aus denen Kinder Kraft schöpfen können.

5

Warme, gekochte Speisen... so oft wie möglich auf den Speiseplan. Aus gekochten Speisen kann sich unser „Verdauungsofen“ schnell und einfach die nötige Energie holen, an Rohkost hingegen hat man buchstäblich schwer zu kauen.

6

Frische Kost – frisch gekocht! Keine Fertigprodukte, Fertigsaucen, Fertiggerichte, wenig Tiefkühlgerichte usw.
Auch Fertiggerichte sind gerade für Kinder nicht empfehlenswert. Sie enthalten oft chemische Zusätze wie Farb- und Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker, die langfristig negative Auswirkungen im Körper erzeugen können, nicht zuletzt Allergien.

7

Industriezucker minimieren! Süßes Naschwerk oder Limos mit weißem Zucker treiben den Blutzuckerspiegel schlagartig in die Höhe, der dann aber kurz darauf wieder rapide abfällt – die nächste Heißhungerattacke ist vorprogrammiert. Wenn Sie zum Beispiel einen kleinen Zappelphilipp zu Hause haben, der einfach nicht stillhalten kann, wäre es einen Versuch wert, für eine gewisse Zeit auf Industriezucker weitgehend zu verzichten. Oft kann man dann beobachten, dass es Kindern viel besser gelingt, innerlich zur Ruhe zu kommen.

Soulcooking-Expertin Andrea Sojka
8

Für erholsamen Schlaf sorgen! Kinder brauchen für ihre Entwicklung auch ausreichend erholsamen Schlaf. Auch hier kann man mit guter Ernährung unterstützen. Hilfreich sind leichte Mahlzeiten am Abend wie Suppen oder Gemüsesalate, die dann auch nicht zu spät serviert werden sollten – auf jeden Fall vor 19 Uhr.

9

Mit gutem Beispiel vorangehen! Ganz wichtig ist es, all das, was wir als Eltern predigen, auch vorzuleben. Wer sich oft im Gehen oder Stehen nebenbei mit Supermarktsnacks den Magen füllt, wird den eigenen Sprösslingen nur schwer erklären können, wie gut es ihnen tut, sich gemeinsam an den Tisch zu setzen und in Ruhe mit der Familie ein feines Essen zu genießen. Sich gemeinsam gesund zu ernähren macht doch gleich viel mehr Spaß, und so fällt es auch den Kleinen viel leichter, es anzunehmen.

10

Gemeinsam kochen! Zum Abschluss noch ein paar kleine Tipps, die es leichter machen, Kinder für gesunde Kost zu begeistern. Lass' sie mitgestalten, experimentiert gemeinsam in der Küche! Besonders kleinere Kinder lieben es, wenn sie in der Küche mithelfen dürfen, und sei es nur beim Gemüseschnippeln.

11

Das Auge isst mit! Für den Nachwuchs gilt das ganz besonders. Einfach, aber liebevoll dekoriert, mit Kräutern oder Obstscheibchen zum Beispiel, schmeckt die gesunde Mahlzeit gleich viel besser. Faden Einheitsbrei mögen auch Erwachsene nicht – mit bunter Gemüsevielfalt kann man einfach Farbe auf den Teller bringen und Appetit auf mehr machen.

12

Geduld haben! Hab' Geduld mit deinen Kindern und mit dir selbst! Eine Umstellung bzw. jede Veränderung der Ernährung braucht ihre Zeit, nicht jeder Versuch klappt gleich beim ersten Mal. Wichtig ist, sich nicht entmutigen zu lassen, sondern dranzubleiben. Alle Geschmäcker sind anerzogen, daher können auch ungünstige Essgewohnheiten genauso gut wieder in positive umgewandelt werden.

Lust bekommen? Andrea Sojka hat uns gesunde Rezepte für Kinder zusammengestellt.

Themen: Rezepte, Kinder

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