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6 Tipps für Kids im Web

Sicher durchs Netz: Smartphone, Laptop, Tablet-PC - die Kinder von heute wachsen ganz selbstverständlich damit auf. Doch wie viel Internet ist wirklich gut für den Nachwuchs? Wir haben die Antworten.

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6 Tipps für Kids im Web
© Thinkstock

"Für meine einjährige Tochter ist ein Magazin ein kaputtes iPad", schreibt eine amerikanische Mutter am Ende eines YouTube-Videos. Darin zu sehen: Ein Baby, das verwirrt versucht, in einer Zeitschrift mit seinem Finger die Fotos auf die Seite zu wischen. So, als ob sie Bilder auf einem Smartphone ansehen würde. Was zeigt: Die Kleinsten sind bereits Technik-Genies! Babys wissen, wie man am Touchscreen blättert, Kleinkinder surfen im Internet. Bedenklich oder fortschrittlich? Sonja Schwarz vom Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation beantwortet die drängendsten Fragen dazu …

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Wann darf mein Kind Handy oder PC haben?
Das erste Handy bekommen Kinder in Österreich durchschnittlich mit zehn Jahren. Für jüngere ist es völlig ausreichend, wenn sie Smartphone, Tablet-PC oder Computer der Eltern nutzen können. Schwarz dazu: "Gibt es ältere Geschwister, empfiehlt sich ein Familien-PC, der zentral in der Wohnung aufgestellt ist." Und: "Mit einem eigenen Handy übernehmen Kinder Eigenverantwortung. Trotzdem gehören gemeinsame Regeln zur Handynutzung aufgestellt: Wer zahlt die Handyrechnung? Wer kommt für die Kosten von App-Käufen auf? Was, wenn das vereinbarte Kostenlimit überstiegen wird? Muss das Kind bei Downloads um Erlaubnis fragen?"

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Wie manövriere ich mein Kind sicher durch den Web-Dschungel?
"Kinder müssen früh lernen, digitale Medien bewusst, aber auch kritisch zu nutzen", so die Web-Expertin. Heißt, Kinder und Eltern sollten die Online-Welt gemeinsam entdecken und sich über das Erlebte austauschen. Schwarz warnt: "Wer das Internet nur kritisiert, wird vom Nachwuchs nicht ernst genommen. Ideal ist es, wenn sich Eltern bei ihren Kindern regelmäßig über angesagte Websites, Apps und Spiele erkunden und sich diese auch zeigen lassen."

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Wie lange darf mein Kind im Web surfen?
Je jünger die Kinder, desto eher sind sie mit der Internetnutzung überfordert. Deshalb braucht es klare Vorgaben. Sonja Schwarz hält fest: "Bei Vorschulkindern ist die Konzentrationsfähigkeit nach 20 bis 30 Minuten erschöpft, im Volksschulalter können es schon mal 50 Minuten werden." Wichtig: Dass Hausübungen, Sport, Hobbys, Familie und Freunde nicht zu kurz kommen. "Das gilt insbesondere auch für das Teenageralter, indem strenge tägliche Zeitvorgaben kaum mehr Sinn machen." Vereinbare - mit der ganzen Familie: - handyfreie Zeiten, zum Beispiel beim Essen. Die Regeln müssen dann natürlich für alle gleichermaßen gelten und bei einem Bruch auch gleichberechtigt sanktioniert werden.

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Wie weiß ich, was mein Kind online konsumiert?
Bei den Allerjüngsten ist die Installation spezieller Filterprogramme auf Handy und Computer sinnvoll. Doch, so die Expertin, "nichts bietet hundertprozentigen Schutz. Eltern müssen von Anfang an über Risiken der Internet- und Handynutzung sprechen. Von Themen wie der leichtfertigen Weitergabe persönlicher Daten bis hin zur sexuellen Anmache durch Erwachsene." (Ratgeber unter saferinternet.at ) Die Kinder müssen wissen, dass sie in ihren Eltern immer Ansprechpartner haben, wenn ihnen im Web etwas Seltsames passiert.

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Wie viel Kontrolle ist ok?
Es geht darum, ein gutes Maß zwischen Vertrauen und Kontrolle zu finden. Bei kleinen Kindern, die sich mit den Eltern Zeichentrickvideos auf YouTube ansehen oder auf dem Handy bunte Bildchen drücken, ist es einfach. Interessant wird die Sache im Volksschulalter. "SMS auf dem Telefon, Mails oder Chats mit Freunden gehören zur Privatsphäre der Kinder. Diese Grenze muss akzeptiert werden", so Schwarz. Und fügt hinzu: "Wenn Eltern sich über das Online-Verhalten ihrer Kids Sorgen machen, sollten sie das offen ansprechen. Geheimes Hinterher-Spionieren und den Nachwuchs dann mit erhobenem Zeigefinger zur Rede stellen, das ist Gift für das Vertrauensverhältnis."

6

Ab wann darf mein Kind auf Facebook sein?
Es geht darum, ein gutes Maß zwischen Vertrauen und Kontrolle zu finden. Bei kleinen Kindern, die sich mit den Eltern Zeichentrickvideos auf YouTube ansehen oder auf dem Handy bunte Bildchen drücken, ist es einfach. Interessant wird die Sache im Volksschulalter. "SMS auf dem Telefon, Mails oder Chats mit Freunden gehören zur Privatsphäre der Kinder. Diese Grenze muss akzeptiert werden", so Schwarz. Und fügt hinzu: "Wenn Eltern sich über das Online-Verhalten ihrer Kids Sorgen machen, sollten sie das offen ansprechen. Geheimes Hinterher-Spionieren und den Nachwuchs dann mit erhobenem Zeigefinger zur Rede stellen, das ist Gift für das Vertrauensverhältnis."

Thema: Erziehung

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