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7 Tipps, wie du dich nackt wohler fühlst

Unser Körper, die Kampfzone. Kaum eine Frau, die nichts daran auszusetzen hat. 7 Tipps, wie du Unsicherheiten abbaust und dich nackt wohl fühlst.


7 Tipps, wie du dich nackt wohler fühlst
© instagram.com/emrata

Es sind die Medien mit ihren retuschierten Bildern, es sind die Designer mit ihren Magermodels, es sind die Männer, die Schlanke angeblich vorziehen: Wenn es darum geht, Schuldige für all unsere Unsicherheiten zu finden, für all die Vorbilder, denen wir vergeblich nacheifern, dann sind die schnell gefunden. Mag alles stimmen.

Aber eine Teilschuld trifft auch uns selbst. Wir sind es, die mit uns hadern. Wir schauen in den Spiegel und kneifen die Haut auf den Oberschenkeln unglücklich zusammen, wir verschränken beim Sex die Arme vor der Brust, weil sie nach zwei Kindern nicht mehr so straff wie davor ist, wir sind es, die jeden Zentimeter unseres Körpers akribisch auf Fehlerhaftigkeit scannen.

Kaum eine Frau ist davor gefeit, egal wie schön sie wirken mag. Eine meiner Freundinnen, ein atemabschnürend aussehendes Model, hasst ihre Knie und den vermeintlich flachen Popsch. Eine andere Freundin hat gerade sieben Kilo abgenommen – aber stößt weiter den Finger in ihre Bauchgrube und bejammert die Pölsterchen.

Unser Selbsthass ist Energieverschwendung. Würde meine Mutter sagen. 67 Jahre alt, nach geltenden Maßstäben nicht perfekt, aber bildschön. Weil endlich glücklich mit sich.

"Es sind nicht deine Oberschenkel, Darling. Es ist dein Kopf!", sagt Carrie in unserer ewigen Lieblingsserie "Sex and the City" zu Charlotte. Recht hat sie. Weshalb wir hier sieben Tipps geben, wie du deine Selbstzweifel ablegst - und lernst, deinen Körper auch nackt mehr zu lieben.

1

ACHTE AUF DICH. Wenn du erschöpft und gestresst bist, ist es fast unmöglich, dich sexy zu fühlen (frag jede Mutter, die Kinder im Alter unter fünf Jahren hat!). Eine gute Nachtruhe und fünf Minuten täglich Meditation können einen gewaltigen Unterschied machen. Versuch ganz bewusst, dich zwischendurch zu verwöhnen. Mit einer Maske, einem Bad, Sport oder einem Besuch im Spa.

2

RICHTE DEIN AUGENMERK AUF DEINE ASSETS. Unser Membran ist viel durchlässiger für Negatives als für Positives. Wir stehen nicht vor dem Spiegel und freuen uns über unseren runden Po, sondern jammern über unsere Pölsterchen am Bauch. Wenn du eine dünne Freundin hast, beneidest du sie für ihre schlanken Beine. Hast du eine kurvenreiche Freundin, wünscht du dir ihre vollen Brüste. Jeder von uns hat ein paar Assets, für die andere viel geben würde. Die Selbstbewussten unter uns wissen genau, welche Merkmale dies sind. Und richten ihr Augenmerk genau auf die.

3

VERMEINTLICHE MAKEL SIND ... NORMAL. Du haderst mit deiner Cellulite? Folgendes: 90% aller Frauen leiden unter der Bindegewebsschwäche. Man kann sie mit Ernährung und Sport mildern - aber im Endeffekt kannst du NICHTS tun, damit sie endgültig verschwindet. Und was schon gar nichts bringt: Dich deshalb zu schämen. Wenn der Großteil aller Frauen etwas hat – warum soll es dann gerade bei dir eine besondere Schwäche sein? Das Wissen lässt dich die Dellen zwar nicht auf Anhieb toller finden. Aber wenn du dich deshalb vor deinem Freund unsicher fühlst: Der hat unter Garantie schon öfters welche gesehen. Und findet dich deshalb bei Gott nicht hässlich.

4

BEDANK DICH FÜR DEINEN KÖRPER. Es ist eine Ironie des Frauenlebens, dass wir genau während unser vitalsten und gesündesten Jahre nur daran denken, wie unvollkommen unser Körper ist. Irgendwann wird der Moment kommen, an dem wir daran zurückdenken und uns für unsere damalige, undankbare Haltung verfluchen werden. Was unser Körper jeden Tag für uns leistet, dass diese Brüste – groß oder klein – eines Tages einen Menschen füttern könnten: Wirklich. Schau dich in den Spiegel und sag Danke. Klingt eigenartig. Aber hilft.

5

SCHÖNHEIT IST VOR ALLEM: RELATIV. Jede einzelne Sache, die wir für schön oder nicht schön halten, ist trendbasiert. Nichts ist Standard oder objektiv. Im Laufe der Menschheitsgeschichte hat sich das Bild von Schönheit viele Male verändert. Wenn du das im Hinterkopf hast, dann ist das wie ein Sprung auf den Expresszug zu einem besseren Körperbewusstsein.

6

INSTAGRAM IST NICHT DAS ECHTE LEBEN. Fotos in Magazinen werden sachte retuschiert – keine groben Photoshop-Montagen, aber Pickel und Falten werden am Computer gemildert oder gelbliche Zähne aufgehellt. Das wollen meist die Fotografierten. Bei Mode-Inseraten wird mehr gebastelt: da werden schon mal Beine verlängert, Lippen vergrößert, neue Brüste montiert. Und auch Instagram zeigt nicht das echte Leben: Da werden zig Fotos produziert, ehe der Winkel perfekt kaschiert, was nicht gesehen werden soll. Filter erledigen den Rest. Wenn du an Schönheit denkst, solltest du also nicht diese Bilder im Kopf haben, sondern den Körper deiner Schwester, deiner Mutter, deiner besten Freundin. Und wenn diese Strategie nicht hilft, dann folge Crissy Teigen, Myla Dalbesio oder Ashley Graham auf Instagram. Diese Models zeigen ihre Körper unretuschiert. Mit Falten, Dellen und Pölsterchen.

7

UND AM ENDE ... SPRAY-TAN! Okay, das ist unser am wenigsten erleuchteter Tipp. Aber eine kleine Spray-Tan-Auffrischung kaschiert nicht nur Dellen, sondern eine kleine Portion Bräune kann auch deine Laune und dein Selbstbewusstsein im Nu heben. Äh... um ehrlich zu sein: Auch ein paar "Margaritas" helfen dabei, die blöden Selbstzweifel wegzukippen.