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Tipps vom Reiseprofis

Was bei Jetlag hilft oder wie man die Wartezeit am Airport ganz entspannt rumkriegt: Das sind die geheimen Infos aus der Reise-Redaktion!

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Tipps vom Reiseprofis
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Der beste Platz im Flieger.

Die angenehmsten Reihen befinden sich im vorderen Teil des Fliegers, denn hier ist es am ruhigsten, und man ist am schnellsten wieder draußen. Bei den Notausgängen hat man zwar extra viel Platz, muss aber sämtliches Handgepäck bei Start und Landung verstauen. Tipp: Bei einigen Airlines lassen sich die Notausgangsreihen gegen Aufpreis reservieren – lohnt auf Langstrecken! Ideal sind außerdem Plätze vor den Trennwänden ("bulkhead seats"), auch hier hat man mehr Beinfreiheit. Vermeide die hinteren Reihen, denn dort ist es wackeliger, lauter, und in der letzten Reihe kann man die Sitzlehne nicht komplett zurückklappen! Bei der Platzwahl gilt: Am Fenster kann man gut schlafen, am Gang die Beine ausstrecken, und wenn du unglücklicherweise auf einem Mittelsitz gelandet bist, gehört dir wenigstens die Armlehne! Über den besten Sitz im jeweiligen Flugzeugtyp informiert übrigens www.seatguru.com .

Flott ins Flugzeug!

Ziehe schon bevor du beim Security-Check an der Reihe
bist, Jacke, Schal, Gürtel aus, und halte deine Bordkarte bereit! Wenn du Handgepäck dabeihast, solltest du noch vor der Durchsage am Eingangspult am Gate stehen. Ansonsten ist für dein Handgepäck (z.B. Boardtrolley "Karma" um € 109,95 (mit nur 2,4 Kilogramm Eigengewicht und 35 Liter Volumen) oder Boardtrolley "X2 Flash" um € 169,95, beide von Titan ) in der Ablage über deinem Sitz garantiert kein Platz mehr frei. Wenn du mit Bussen zum Flugzeug gebracht wirst, steige als Letzter ein und als Erster wieder aus.

Das trägt man an Bord.

Aufgebrezelt fliegen ist nicht nur unbequem – sondern verhilft auch nur selten zum Upgrade! Unser Tipp für Langstrecken: Anstatt Jeans sollte man eher zu Leggings oder Chinos greifen, die sind wesentlich bequemer! Praktisch ist die Zwiebeltechnik, bestehend aus Tank-Top, Sweater, einer langen Jacke als Decken- und einem Pashmina als Polsterersatz. Bei der Schuhwahl greift man am besten zu Ballerinas oder Uggs, weil man die beim Security Check schnell abstreifen kann. Unabkömmlich: Coole Shades und (ja, die gibt’s!) stylishe Thrombosestrümpfe, wie die "mJ-1" von Joop! . www.medi.de

Rein ins Handgepäck!

Wenn der Koffer mit 23 kg schon voll ist, macht sich endlich die Big Bag mit folgendem Inhalt bezahlt! Rein gehören Ohrstöpsel, Schlafbrille, Kopfhörer (sind oft mit den Anschlüssen im Flieger kompatibel), Buch (oder E-Reader), Mini-Kulturbeutel mit Zahnbürste, wichtigen Medikamenten und Nasentropfen gegen Ohrenschmerzen beim Druckausgleich! Gag für Unersättliche: Das "Big Pocket Travel Jacket" – sieht schräg aus, bietet aber Platz für (fast) alles! www.rufusroo.com

Genuss über den Wolken.

Laut Umfrage servieren Singapore Airlines, Turkish Airlines und Qatar Airways derzeit das beste Essen in der Economy-Class. Bei den meisten anderen gibt’s leider nur Matsch-Sandwiches, Schokoriegel oder (immerhin nicht ungesund) ein Stück Obst. Deshalb die Bordverpflegung selbst mitbringen. Besonders geeignet: Nüsse, Joghurt, Mayo-freie Vollkornbrote oder ein Sushi-to-go vom Airport-Deli. Übrigens: Wer seine 1,5-l Wasserflasche nach der Sicherheitskontrolle kauft, darf auch diese Menge Flüssigkeit mit an Bord nehmen. Ansonsten: Öfter mal aufstehen und in der Bordküche nach Wasser fragen.

Die coolsten Flughäfen.

Wenn du das Glück hast, vom Singapore Changi Airport abzufliegen oder dort umzusteigen, kannst du in mehr als 300 Stores (u. a. "Victoria’s Secret"!) günstig auf Shoppingjagd gehen! Auch aus diesem Grund gilt der Airport als bester der Welt. Ebenfalls ein Vergnügen ist der Dubai International Airport, der eher einer riesigen Luxus-Mall gleicht – auch hier sollten unbedingt mehrere Stunden eingeplant werden. In Sachen Komfort schneidet der Flughafen Frankfurt super ab: Hier gibt’s Wartesitze mit zurückkippbaren Lehnen! Haute Cuisine wird in England serviert: Am Terminal 5 in London-Heathrow kreiert Starkoch Gordon Ramsay in seinem "Plane Food" ein Drei-Gänge-Menü, das Eilige in 35 Minuten genießen können, und Jamie Oliver steht in seinem "Jamie’s Italian" im Flughafen Gatwick hinterm Herd!

Was tun gegen Jetlag?

Bereits Tage vor dem Abflug sollte man sich langsam auf die Zeit vor Ort einstellen. Das heißt bei Reisen Richtung Westen: Zwei Tage vor Abflug eine Stunde später schlafen gehen und im Flugzeug wenn möglich wach bleiben. Bei Reisen in den Osten zwei Tage vor Abreise eine Stunde früher schlafen gehen und im Flieger schlafen! Vor Ort passt man sich am besten gleich nach der Landung an den neuen Tag-Nacht-Rhythmus an – auch wenn’s manchmal hart ist, lange wach zu bleiben oder früh ins Bett zu gehen.

Deine Rechte bei Delays.

Egal ob Verspätung (ab zwei Stunden), Überbuchung oder Annullierung – Passagiere haben generell Anspruch auf folgende Entschädigungen: Verpflegung, kostenlose Telefonate, Ersatzbeförderung, Unterkunft, Erstattung des Flugpreises und ggfs. eine Entschädigungszahlung. Da besonders Letztere schwer durchzusetzen ist und es auch einige Ausnahmeregeln gibt, empfiehlt es sich, professionellen Rat einzuholen: Infos liefert u. a. das Bundesministerium für Verkehr ( www.bmvit.gv.at ) oder flightright.de. Bei der letztgenannten Adresse braucht man nur seine Flugnummer einzugeben, und schon weiß man, ob man Anspruch auf Entschädigungszahlung hat oder nicht!

Relaxt warten.

Wer sich im Duty Free schon durch alle neuen Parfums geschnuppert hat (Tipp: Papierstreifen beschriften und später noch mal dran riechen) kann sich auch als Economy-Passagier gegen Aufzahlung Zutritt zu den Lounges verschaffen. Das kostet in der AUA-Lounge in Schwechat z. B. € 35,– p. P. Dafür gibt’s Essen und Trinken, so viel man will und – noch viel wichtiger: Eine entspannte Atmosphäre! Völlig umsonst und wunderbar ruhig: Ein Besuch in den Gebetsräumen, die es auf jedem internationalen Flughafen gibt!

Gepäck-Verlust.

Wenn der Koffer nicht kommt, ab zum "Lost & Found"-Schalter und Daten angeben – beschriftetes Gepäck wird übrigens schneller gefunden! Um Schadenersatz zu erhalten, muss die Frist eingehalten werden: Bei Verspätungen hat man für die (schriftliche!) Meldung 21 Tage, bei Beschädigung nur sieben Tage Zeit! Die Ausgaben für Kleidung & Co werden dann zum Teil und nur bis € 1.200,– zurückerstattet. Wer also teure Ware transportiert, sollte eine Reiseversicherung abschließen!

Thema: Reise

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