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Tipps: So lindert man Migräne

Wenn der Kopf schmerzt, macht nichts mehr Spaß. Mit dem richtigen Lebensstil kann man Kopfweh-Anfällen vorbeugen und sogar Migräne lindern. Eine Anleitung.

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Tipps: So lindert man Migräne
© Thinkstock

Kopfweh ist uns allen bekannt. Doch während die meisten nur ab und zu von Verspannungskopfschmerzen betroffen sind, leiden bis zu 15 Prozent der Menschen – oft sogar mehrmals im Monat – an hämmernden Migräne-Attacken.

Während man Ersteres im Notfall mit einem Pulver bekämpfen kann, gibt es gegen Migräne, die durch eine Entzündung der Hirnhaut entsteht, kein einfaches Mittel.

Aber verschiedene Methoden können helfen, Attacken zu mildern oder sogar abzufangen.

Die Ursachen für Migräne

Für die richtige Behandlung der Schmerzen gilt es als Erstes also, zu lokalisieren, ob es sich um Verspannungen oder Migräne handelt. Überdenken Sie aber auch letzte Ereignisse oder Ihren Lebenswandel.

"Denn 10 Prozent aller Fälle," so Angelika Kogard, Apothekerin und Expertin für Kopfschmerzen, "sind ein Warnsignal bei Kopfverletzungen, Blutdruckproblemen oder auch vor Gehirnblutungen." Haben Sie einen diesbezüglichen Verdacht, so gehen Sie sofort zum Arzt!

Alle Formen von Kopfschmerzen können durch Alkoholkonsum, Hormonschwankungen, Schlafmangel, Wetterumschwünge, Stress oder Angst ausgelöst werden.

Die Symptome: Kopfschmerz oder Migräne?

Verspannungskopfschmerzen , ausgelöst durch eine verspannte Nacken- und Schultermuskulatur, ziehen im Normalfall vom Nacken über den Hinterkopf hoch und sorgen für dumpfen Schmerz oder Druck im gesamten Kopf.

Migräne äußert sich anders, oft gehen Stimmungsschwankungen voraus. Der Schmerz selbst ist meist einseitig, stark pochend und kann von Übelkeit, dem Sehen von Lichtblitzen oder sogar Sprachstörungen begleitet sein. Eine solche Attacke kann mehrere Stunden oder sogar Tage dauern.

Die Behandlung

Prinzipiell können nur die Schmerzen gelindert werden – eine Behandlung der Ursache ist nicht möglich. Auch weil diese meistens nicht ganz klar ist.

Treten die Schmerzen nur manchmal auf, hilft der Gang zur Apotheke, die eine wirksame Schmerztherapie empfiehlt. Kommt es öfter als an zehn tagen im Monat zu den Symptomen, ist der Arztbesuch dringend erforderlich. Denn ein wahlloses Einnehmen von Medikamenten ist wenig zielführend und kann im schlimmsten Fall zu Abhängigkeiten führen.

Der richtige Lebensstil

Nein, Schmerzmittel sind nicht die beste Lösung. Ein bewusster Lebensstil kann helfen, häufige Anfälle zu vermeiden. Führen Sie ein Tagebuch, wann es zu den Attacken gekommen ist und wie die Umstände davor waren.

Hatten Sie Stress? Haben Sie zu wenig geschlafen? Waren es vielleicht die Tage vor den Tagen ( PMS – Prämenstruelles Syndrom )?

"Auch bestimmte Lebensmittel wie Rotwein, Käse, Südfrüchte oder Schokolade können Auslöser sein", weiß Expertin Kogard. Ein regelmäßiges Leben ist hilfreich. Also keine Alkohol- oder Schlemmer-Exzesse, keine übertrieben langen Nächte, Stress vermeiden und als Ausgleich regelmäßig Sport machen.

Alternative Hilfen

Nachrungsergänzungsmittel wie Magnesium, Vitamin B6, Coenzym Q10 oder Omega-3-Fettsäuren können Attacken vorbeugen. Massagen, Physiotherapie oder Entspannungstechniken wie autogenes Training oder Meditationsübungen gegen Stress leisten ebenfalls wertvolle Dienste.

Ein akuter Anfall kann so allerdings nicht geheilt werden. Das Wichtigste: Hören Sie auf Ihren Körper! Wenn Sie ihm das geben, was er braucht, werden Sie auch die Kopfschmerzen besser in den Griff bekommen.

Redaktion: P. Kruckenhauser, J. Altrock