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Tom Cruise strahlt: 4. Teil von "Mission: Impossible" entwickelt sich zum Kinoknüller

Vor drei Jahren musste sich Tom Cruise sein strahlendes Lächeln verkneifen. Da stellte der 49-Jährige mit selten ernster Miene in Berlin seinen Stauffenberg-Film "Operation Walküre" vor. Dass ein Hollywoodstar und bekennender Scientologe den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielt, war in Deutschland recht umstritten. Es gab Unfälle und Pannen auf dem Set, Querelen um die Genehmigung für Aufnahmen im historischen Berliner Bendlerblock. Der Starttermin wurde dreimal verschoben.


Tom Cruise strahlt: 4. Teil von "Mission: Impossible" entwickelt sich zum Kinoknüller

Ein Jahr zuvor war der Polit-Thriller "Von Löwen und Lämmern", mit Cruise, Meryl Streep und Robert Redford in den Hauptrollen, an den Kinokassen kläglich gescheitert. "Es ist schwer zu verstehen, dass der Top-Kassenstar Amerikas in den letzten drei Jahren so eine Talfahrt gemacht hat", lästerte kurz vor dem "Walküre"-Start Roger Friedman vom Sender FOXNews über Cruise.

Das ist nun alles Schnee von gestern. Cruise strahlt wieder und zeigt sich in der Rolle des Agenten Ethan Hunt als Topstar in Topform. Für "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" führte er gefährliche Stunts in schwindelerregender Höhe aus. "Das macht mich nicht nervös", versicherte der 49-Jährige ganz cool bei der Europa-Premiere vorige Woche in München. Bei den Dreharbeiten kletterte Cruise in Dubai an der Fassade des höchsten Gebäudes der Welt, dem 828 Meter hohen Burj Chalifa, herum. Für eine Szene musste er aus dem 123. Stockwerk springen, natürlich mit Gürteln gesichert.

1996 war Cruise in "Mission: Impossible" zum ersten Mal dabei. Als wären die letzten 15 Jahre spurlos an ihm vorbei gegangen, muss er nun im vierten Teil des Action-Klassikers die Welt vor einer nuklearen Katastrophe bewahren. Sein Co-Star Jeremy Renner ("The Hurt Locker") bescheinigte Cruise Endlos-Energie: "Der Kerl schläft nie. Ich weiß einfach nicht, wann der mal schläft. Und er schafft an einem Tag, wofür ich ein ganzes Leben bräuchte".

Ein Comeback als Ethan Hunt würde Cruise gut tun. Anfang November war der Schauspieler auf der diesjährigen "Forbes"-Liste der überbezahlten Hollywoodstars unter den Top-Ten gelandet. Mit Kollegen wie Eddie Murphy, Will Ferrell, Denzel Washington und Nicolas Cage zählte Cruise zu den Kassenverlierern, die viel kosten, aber gemessen an den Einspielergebnissen ihrer Filme den Studios nicht viel einspielen. Mit einem "Mission Impossible"-Hit dürfte sich das Blatt wieder wenden.

Weniger mit seiner Filmkunst als mit angeblichen Familienkrisen machte Cruise in den letzten Jahren Schlagzeilen. Für die Klatschpresse ist die nunmehr fünfjährige Ehe zwischen dem Star und seiner 17 Jahre jüngeren Kollegin Katie Holmes ein gefundenes Fressen. Mal ist die Luxus-Garderobe von Töchterchen Suri (5) auf dem Prüfstand, mal der Gefühlszustand ihrer Mutter.

Seit der Hochzeit auf einem italienischen Schloss hat Holmes beruflich zurückgesteckt. Sie kümmert sich mit um die Stiefkinder Isabella (18) und Connor (15), die Cruise mit Ehefrau Nicole Kidman adoptiert hatte. Hollywoods "Traumpaar" war 2001 nach zehnjähriger Ehe völlig überraschend auseinandergegangen.

(apa/red)