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Trainer-Kolumne: Markus Lombardini verrät, worauf Sie beim Kraulen achten müssen

Die Kraultechnik ist am besten für ein effektives Ausdauertraining im Wasser. Trainer Markus Lombardini zeigt, wie Sie den richtigen Schwimmstil entwickeln.


Trainer-Kolumne: Markus Lombardini verrät, worauf Sie beim Kraulen achten müssen
© privat

Beim Kraulen finden im Wesentlichen immer eine wechselseitige Armbewegung und gleichzeitig ein wechselseitiger Beinschlag statt. Zwei Technikvarianten lassen sich dabei unterscheiden: der sogenannte Kajak-Stil, bei dem immer ein Arm für Vortrieb sorgt und die etwas jüngere Form, die Front-Quadrant-Technik. Diese wird häufiger beim Langstreckenschwimmen eingesetzt. Hier versucht man am Ende eines jeden Armzuges zu gleiten, um so ökonomischer vorwärts zu kommen.
So einfach diese Technik auch aussieht, so tückenreich kann sie sich präsentieren, wenn man sie als Erwachsener lernen möchte. Da der Kopf nur zum Einatmen über die Wasseroberfläche gedreht wird, kommt es häufig zu Reflexen, die das Einatmen vermeintlich erleichtern, aber durch den erhöhten Kraftaufwand schnell den Beckenrand in weite Ferne rücken lassen.

Kraft sparen zu Beginn
Der Antrieb im Wasser ist vergleichbar mit einem zugefrorenen See, man kann auf ihm stehen, man kann darauf gehen oder auch laufen. Versucht man jedoch, schnell weg zu laufen, zeigen sich die Grenzen. Ähnlich verhält es sich, wenn man in den Beginn der Schwimmbewegung zu viel Kraft investiert. Entscheidend für müheloses Schwimmen ist daher das Wassergefühl. Für den Anfänger ist es hilfreich, so wenig Kraft wie möglich in eine trotzdem flüssige Bewegung zu legen.

Gleichmäßige Bewegungen
Eine gute Kraultechnik zeichnet sich durch einen gleichmäßigen Beinschlag und einer flachen Wasserlage aus. Der Arm wird zu Beginn in der Zugphase gebeugt und entlang des Körpers bis zum Oberschenkel geführt. In der Rückholphase wird der Arm mit hohem Ellbogen entspannt und über der Wasseroberfläche wieder nach vorne geführt. Strecken Sie den Arm – vor allem unter Wasser – nicht durchgehend, sonst kommt es auf Dauer zu Überbeanspruchungen in der Schulter. Der gleichmäßige Rhythmus ist besonders wichtig für die korrekte Technik. Denn ohne Rhythmus kommt es häufig nicht zu Ausdauertraining, sondern nur zu einem kurzen Sprint und einem ebenso schnellen Ende der Trainingseinheit.

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