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Trennung: Die Social Media-Etikette

Die Liebe ist vorbei, die Trennung vollzogen. Aber wie gehst du mit dem Beziehungs-Aus auf Facebook, Twitter & Co. um? Social Media-Etikette für Break-ups.

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Trennung: Die Social Media-Etikette

Nein, eine Trennung ist nie leicht. Sondern immer auf die eine oder andere Weise schmerzhaft. Aber ihr Vollzug, der war vor ein paar Jahren noch wesentlich einfacher. Man zerriss die Liebesbriefe, stopfte die gemeinsamen Fotos und andere Erinnerungsstücke in eine Kiste (oder, je nach Gefühlszustand, auch in den Mistkübel). Aus den Augen, aus dem Sinn.

Aber in Zeiten von Social Media? Da lebt die Erinnerungen in deinen Feeds oder jenen des Ex weiter. Wie geht man mit den getaggten Fotos um? Löscht man akribisch jedes Posting des Verflossenen? Wann ändert man den Beziehungsstatus wieder in "Single" – und soll man den Ex am besten aus der Freundesliste löschen?

Die Etikette für Social Media-Break-ups:

1

Handle vorausschauend. Das ist jetzt ein Tipps für die weniger romantisch Veranlagten unter uns. Aber mit dem Wissen, dass rund 49 Prozent aller Ehen in Österreich geschieden werden und die Zahl gescheiterter Beziehungen noch höher liegen dürfte, ist ein wenig Nüchternheit eventuell sogar angebracht. Ein wenig Voraussicht hat noch niemanden geschadet. Denn auch wenn wir natürlich jeden Pups in unserem Leben via Social Media der breiten und geneigten Leserschaft mitteilen wollen ... unser Liebesleben sollten wir klugerweise aus der Timeline heraus halten. So vermeiden wir im nüchternen Nachgang das zusätzliche Auslöschen der Beziehung auf Facebook. (Woran wir uns natürlich niemals halten werden. Schließlich wollen wir unseren Liebsten ja auch unbedingt auf Facebook als Beute und Besitz markieren und unser Glück für alle Welt hinausposten!!!!)

2

To be or not to be friend? Wenn die Liebe vorbei ist – ist es dann auch das Ende der Social Media-Freundschaft? Das hängt tatsächlich sehr von der Art der Trennung ab. Wenn ihr euch auseinander gelebt habt, aber nach wie vor einen halbwegs ordentlichen Umgang pflegt, dann spricht mal nichts dagegen, auch auf Facebook weiterhin connected zu sein. Hat er dich betrogen oder mies behandelt, dann solltest du jeglichen Kontakt mit ihm abbrechen (auch, um dich selbst zu schonen und nicht bei jedem Foto mit seiner neuen Liebschaft deine Wunden aufzureißen). Trotzdem ist das "Entfreunden" ein relativ harter Akt. Wenn du nicht ganz so harsch die Verbindung trennen willst, dann besteht immer noch die Möglichkeit, ihn zu "verbergen". Damit werden seine Beiträge nicht mehr in deinem Feed angezeigt. Wo kein Schaden, da auch kein Foul.

3

Bilder behalten – oder löschen? Ihr habt eure Liebe auch auf Facebook dokumentiert. Seflies beim Eis essen, der letzte Urlaub, die gemeinsame Party... Wenn du nach der Trennung alles akribisch löscht, dann ist dies das virtuelle Äquivalent zum Verbrennen der Bilder. Wir empfehlen dir selbst bei einer freundschaftlichen Trennung, zumindest die innigsten Bilder zu löschen. Warum? Zum Einen, weil der Spruch "aus den Augen, aus dem Sinn" schon wahres beinhaltet. Zum Anderen, weil du im Fall einer neue Liebe nicht jedesmal erklären musst, was du einst mit dem Ex unternommen hast. Das führt nämlich zu....

4

Der Neustart. Dass dein Neuer nicht sofort alle Fotos durchforstet, wäre eine Illusion (wir würden es ja auch tun ;-)). Es kann für den neuen Partner an deiner Seite aber ganz schön einschüchternd sein, wenn er Fotos aus deinem Vorleben betrachtet (zumal wir auf Facebook ja nur die allerschönsten Seiten präsentieren). Es fühlt sich eben nicht besonders toll an, wenn man ständig mit der Erinnerung an die Vergangenheit leben muss. Spätestens wenn ein neuer Mensch in deinem Leben einen wichtigen Platz einnimmt solltest du die Bilder der Ex-Beziehung löschen.

5

Verändere dein Dating-Verhalten. So sonderbar es klingt, aber: Beziehungen, die ohne Social Media stattfinden, sind glücklicher. Wie eine Untersuchung der Universität von Minnesota ergab, fanden 56% jener Paare, die ohne Facebook oder andere Social Media-Dienste lebten, ihre Partnerschaft erfüllender und beständiger. Ein Faktor sei die verminderte Eifersucht. Der Andere, so die Forscher, sei bereits im unbefangenen Kennenlernen begründet: "Weil sie keine virtuelle Info-Quelle über den Anderen hatten, mussten sich diese Paare mehr anstrengen und mehr kommunizieren, um den anderen kennenzulernen. So blieben immer noch ein paar Geheimnisse... und die sind das Salz in der Liebes-Suppe."