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Trennung? Verwinden Männer nie!

Nein, eine Trennung ist traurig, egal welches Geschlecht wir haben. Doch jetzt sagt eine Studie: Männer verwinden ein Beziehungs-Aus scheinbar nie.

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Trennung? Verwinden Männer nie!

Sie leiden, die Jungs, sie leiden

© iStockphoto

Ihr habt euch getrennt. Und es spielt nicht mal eine Rolle, wer wen verlassen hat, ob es ein Beziehungs-Aus im Bösen oder freundschaftlich war: Lustig und leicht ist es nie. Beide haben Schmerzen davongetragen, beide spüren den Verlust.

Nein, Trennungsschmerz kennen beide Geschlechter. Und dennoch gibt es einen gravierenden Unterschied. Nämlich in der Art und Weise, wie wir diesen verarbeiten.

Dies hat eine von Forschern der Londoner Binghamton Universität veröffentlichte Studie ergeben.

Denn während wir Frauen direkt im Anschluss an das Liebesende in ein tiefes Loch fallen, weinen, ungesundes Zeugs oder jede Menge Wein in uns reinstopfen, traurige Musik hören, mit Freundinnen jedes Wort des letzten Telefonats/Treffens analysieren und durch das emotionale Höllental stapfen, gehen Männer relativ schnell wieder zur Tagesordnung über.

Sie schieben den Schmerz einfach beiseite, verdrängen die Trauer und trinken mit ihren Kumpels ein paar Bier oder gehen wieder auf Aufriss (sorry – nicht UNSERE Vorurteile, sondern die Conclusio der Wissenschaft! ).

Männer und das Beziehungs-Aus: Keine Tränen, keine Leiden

Klingt super, oder? Keine Tränen, kein Leiden.

Aber so beneidenswert, wie es klingt, ist die männliche Umgangsweise mit Trennungen doch nicht. Denn wir Frauen befassen uns zwar auf schmerzhafte Weise mit dem Beziehungsende, reflektieren aber auch – und gehen so am Ende gestärkt aus der Sache hervor.

Anders die Männer. Die verspüren durch ihren Verdrängungs-Modus zwar keinen so großen plötzlichen Leidensprozess – aber sie können die Trennung auf diese Weise auch nicht richtig verarbeiten. Die Psychologen: "Weil sie das Ende einer Beziehung nicht aufarbeiten, besteht die Gefahr langfristiger Schädigung. Weil sie den damit verbundenen Schmerz auch nie richtig verwinden können."

Bei der Studie handelt es sich übrigens nicht um eine Larifari-Forschung mit einem kleinen Sample, sondern eine aussagekräftige Untersuchung, für die insgesamt 5.705 Menschen aus 96 Ländern befragt wurden.

Die Studienteilnehmer sollten auf einer Skala von 0 (keine Schmerzen) bis 10 (unerträgliche Schmerzen) angeben, wie stark sie die emotionalen und körperlichen Schmerzen nach einer Trennung empfinden.

Sowohl die emotionalen (6,84 zu 6,58) Schmerzen wie auch die körperlichen (4.21 zu 3.75) überwogen bei den Frauen, dafür war erholten sie sich letztendlich vollständiger von der Trennung.

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