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Treuehormon Oxytocin

Das Hormon Oxytocin wird nicht umsonst auch als Kuschelhormon, Orgasmushormon oder Treuehormon bezeichnet. Wir erklären warum mehr Sex automatisch zu mehr Treue führt.

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Treuehormon Oxytocin beim Sex

Oxytocin beeinflusst das Verhalten zwischen Menschen.

© Stockbyte

Es ist wohl das Wunderhormon des menschlichen Körpers. Denn Oxytocin kann so einiges. Zum Beispiel ist es verantwortlich für den Orgasmus. So zieht sich die Gebärmutter der Frau und der Samenleiter des Mannes rhythmisch zusammen, wenn beim Sex Oxytocin ausgeschüttet wird.

Oxytocin ist aber auch für psychische Zustände wie Liebe, Vertrauen oder Ruhe verantwortlich. Dies konnte ein Forscher der Universität Zürich in einem Experiment nachweisen: Er ließ Probanden ein Investorenspiel mit echten Geldgewinnen durchführen, wobei bei einem Teil der Testpersonen durch ein Nasenspray ein erhöhter Oxytocinspiegel erzeugt wurde. Die Personen mit einem erhöhten Oxytocinspiegel hatten mehr Vertrauen ihren Spielpartnern gegenüber als jene ohne Nasenspray.

Treu durch Oxytocin?

Wissenschaftler konnten nachweisen, dass sich die Produktion von Oxytocin beim Sex auch auf die Treue auswirkt. Im Gehirn von Bergwühlmäusen wird weniger Oxytocin produziert als in dem von Präriewühlmäusen. Präriewühlmäuse sind sich nach dem ersten mal Sex ein Leben lang treu, während sich Bergwühlmäuse danach gleich verabschieden. So wurde die Genetik bei Bergwühlmäusen geändert, um die Oxytocin-Produktion anzukurbeln. Das Ergebnis: Sie waren sich ebenfalls treu.
Auch bei Menschen scheint es einen Zusammenhang zwischen Oxytocin und der Bindung zu anderen Menschen zu geben. So wird Oxytocin nicht nur beim Sex, sondern auch bei angenehmen Körperkontakten wie Umarmungen und Zärtlichkeiten sowie Massagen ausgeschüttet und dadurch die Bindung zur jeweiligen Person verstärkt.

Wirkung von Oxytocin bei Männern und Frauen

Das Glückshormon Oxytocin bewirkt bei Frauen, dass sie schmerzhafte Erlebnisse einfach vergessen oder ihre Konzentration beeinflusst wird. Durch den hohen Ausstoß an Oxytocin bei der Geburt eines Kindes wird dieses Erfahrung als Glück empfunden und die Erinnerung an die Schmerzen verblassen.
Bei Männern hingegen wirkt Oxytocin nicht anregend sondern ermüdend, was das Einschlafen nach dem Sex erklären würde.

Dass Oxytocin-Nasenspray (erhältlich in der Apotheke) tatsächlich gegen Untreue hilft, wurde in einigen Studien nachgewiesen, allerdings hat es auch einige Nebenwirkungen wie: Übelkeit, Kopfschmerzen, Krämpfe und Kontraktionen. Also bevor der Partner ausgeht lieber noch eine Runde Sex haben, anstatt zum künstlichen Monogamie-Spray zu greifen!

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