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Was empfindest du, wenn du dieses Bild siehst?

Betrachte dieses Bild und prüfe deine Empfindungen genau. Mit diesem Selbsttest findest du heraus, ob du unter Trypophobie leidest - und im Vorteil bist.


Was empfindest du, wenn du dieses Bild siehst?

Die harmlose Lotossamenkapsel: Wird oft als eklig empfunden

© iStockphoto

Was empfindest du, wenn du dieses Bild betrachtest? Ist es unangenehm? Ekelt dir? Schüttelt es dich angesichts dieser unförmigen Ansammlung von Löchern und Vertiefungen?

Rund 18 Prozent aller Frauen und 11 Prozent der Männer geht es so. Sie haben "Trypophobie" – so der wissenschaftliche Ausdruck für die Angst vor Löchern.

Trypophobie: Die Angst vor Löchern

Selbst völlig harmlose Dinge wie Honigwaben, Schwämme, die unregelmäßig großen Blasen im Shampoo-Schaum, die Löcher in der Luftschokolade oder eben die Lotossamenkapsel auf dem Bild oben werden von Trypophobikern als schrecklich unangenehm empfunden. Manchen wird regelrecht übel, wenn sie mit diesen Verformungen konfrontiert werden.

Wissenschaftler der University of Essex wollten in der ersten wissenschaftlichen Untersuchung zu der Phobie herausfinden, wie weit verbreitet dieses Phänomen tatsächlich ist. Dafür zeigten sie knapp 300 Testpersonen das Bild der Lotossamenkapsel. Mit dem Ergebnis, dass dieses Foto vor allem bei Frauen deutliches Unbehagen hervorruft.

Warum Ekel eine Schutzfunktion des Körpers ist

Bei ihren Untersuchungen fanden die Forscher heraus, dass es sich bei der Trypophobie um eine Urangst des Menschen handeln dürfte. Denn hochgiftige Tiere wie der Oktopus, der Kugelfisch, der Pfeilgiftfrosch, die Seewespe oder der Inlandtaipan verfügen über eine Gemeinsamkeit: ihre Hautoberfläche weist auffällig starke Helligkeits- und Farbkontraste und annähernd dieselbe mittlere Dichte in der Anordnung von Punkten, Ringen, Flecken oder Streifen auf.

Ein ähnliches Ergebnis zeigte sich auch bei der Analyse jener eigentlich harmlosen Bilder, die bei Trypophobikern jedoch ebenfalls Ängste und Unbehagen auslösten. "Es mag einen alten Teil unseres Gehirns geben, der uns sagt, dass wir ein giftiges Tier betrachten", so der Studienleiter Dr. Cole. „Der Ekel ist ein evolutionärer Vorteil, auch wenn uns das nicht bewusst ist, denn er sorgt dafür, dass Leute mit Trypophobie so weit wie möglich von dem löchrigen Ding wegrennen.“ Im Angesicht eines Pfeilgiftfroschs gar nicht mal so eine dumme Reaktion.

Thema: Psychologie

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