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Twitter hat mehrere Millionen Fake-Accounts gelöscht

"Wo sind denn all meine Follower hin?", wird sich Katy Perry nach der großen Fake-Bot-Razzia auf Twitter gedacht haben. Still und heimlich hatte die Social-Media-Plattform Millionen von Fake-Accounts gelöscht und die Konsequenzen spüren neben Katy Perry einige Stars.

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katy perry
© 2018 Getty Images

Es hat eine große Razzia stattgefunden, aber nur in der virtuellen Welt: Die Social-Media-Plattform Twitter hat vor kurzem wieder mehrere Millionen Fake-Accounts gelöscht. Und dies passiert nicht zum ersten Mal: Laut Washington Post hatte die Seite im Mai 70 Millionen Fake-Accounts gelöscht und bis Anfang Juli musste noch eine weitere Million Bots dran glauben. Dies tue man, um einerseits die Followerzahlen transparenter zu kommunizieren und andererseits um die Glaubwürdigkeit von großen Accounts zu stärken. Denn diese sind es, die durch die Razzien tatsächliche Einbußen erleiden, während private Konten ein, zwei Follower weniger haben.

Besonders stark traf die letzte Löschung die Accounts von Stars wie Justin Bieber (Followerzahl um 2,5 Prozent gesunken), Rihanna (Followerzahl um 2,5 Prozent gesunken), Talkmasterin Ellen DeGeneres (Followerzahl um 2,6 Prozent gesunken) oder Lady Gaga (Followerzahl um 3,2 Prozent gesunken). Auch Katy Perrys Followerschaft wurde um 2,8 Millionen Accounts dezimiert. Bei der Sängerin ist die Sache besonders heikel, denn sie hat den meistgefolgtesten Account auf Twitter. Auch US-Präsident Donald Trump verlor 300.000 UserInnen, was aber nichts gegen den Verlust von 2,36 Millionen Accounts ist, welche Ex-Präsident Barack Obama abhanden gekommen sind. Lustigerweise war der offizielle Twitter-Account selbst der größte Verlierer der kürzlichen Löschaktion: 12 Prozent der Follower verschwanden.

Twitter blockiert regelmäßig Accounts, die gegen Community-Standards verstoßen. Diese großangelegten Löschaktionen sind aber eine ganz klare Antwort auf den wachsenden Unmut gegenüber der Plattform. 2016 hatte nämlich eine russische Firma versucht, mit unzähligen Fake-Accounts die US-Präsidentschaftswahl im Sinne von Donald Trump zu beeinflussen. Seitdem achtet die Social-Media-Plattform darauf, härter gegen solche Konten vorzugehen. Laut Twitter würde man solche Accounts im Blick behalten, deren User-Verhalten auf Bot-Aktivitäten hinweist, zum Beispiel, wenn eine große Anzahl Tweets in kurzer Zeit gepostet werden. Diese Accounts werden in erster Instanz "locked", dass heißt die UserInnen können nichts mehr posten bis sie bewiesen haben, dass sie ihren Account unter Kontrollen haben.

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