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8-Jährige verhaftet, weil sie angeblich lesbisch ist

Die fatale Gesetzeslage mancher Länder in Bezug auf die sexuelle Orientierung treibt immer fragwürdigere Blüten: Aktuell wurde ein 8-jähriges Mädchen in Uganda verhaftet, weil man ihr unterstellt, lesbisch zu sein.

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Schulkinder
© Reuters

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Das ist Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen aus dem Jahr 1948. Aber die Realität sieht leider vollkommen anders aus und in zahlreichen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen gibt es Gesetze, die komplett gegensätzlich gestaltet wurden: Homosexualität ist immer noch in mehreren Ländern strafbar und in einigen sogar unter Todesstrafe verboten.

So auch im ostafrikanischen Uganda, wo homosexuelle Akte mit bis zu 14-jähriger Haft bestraft werden (wobei es immer wieder neue Gesetzesentwürfe gibt, die lebenslange Gefängnisstrafen oder die Todesstrafe fordern) und immer auch in Medien mit Mordandrohungen gegen Homosexuelle gehetzt wird sowie diese einem Zwangsouting unterzogen werden. Unterstützt wird dieser Hass durch konservativ-religiöse Führer und Politiker.

Einen neuen traurigen Höhepunkt findet nun diese Atmosphäre der Verleumdung durch eine Verhaftung eines kleinen Mädchens, das gerade einmal acht Jahre alt ist.

Ein Nachbar berichtete der Polizei, dass diese angeblich "romantische Beziehungen" mit gleichaltrigen Mädchen habe. Das Kind ist aktuell in Haft, weil es Freundinnen "zu einem Ort gelockt habe, wo sie unangebrachtes Verhalten gezeigt hat und sie geküsst haben soll". Diese "Verbrechen" soll sie laut der Polizei auch gestanden haben.

Menschenrechtsorganisation, wie Amnesty International kämpfen nun um die Freilassung des kleinen Mädchens und wollen für ihren Schutz und ihre Privatsphäre kämpfen.

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