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So viel Dreck braucht dein Kind!

Laut einer Umfrage verbringt ein großer Teil der Kinder weniger Zeit draußen als Gefängnisinsassen. Deswegen unser Appell: Gebt den Kindern die Freiheit zurück!

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Umfrage-Ergebnisse OMO Studie - Hupfingatsch

So sehen gesunde und glückliche Kinder aus!

© istockphoto.com

Laut einer aktuellen, weltweit durchgeführten Studie im Auftrag der Waschmittelmarke OMO spielen 56 Prozent aller Kinder weniger als eine Stunde am Tag draußen an der frischen Luft. Das bedeutet: In vielen Teilen der Welt verbringt die Mehrheit der Kinder weniger Zeit an der frischen Luft als ein Gefängnisinsasse. Dabei ist das Spielen, Entdecken und Toben im Freien entscheidend für die Entwicklung und die Gesundheit eines Kindes.

Warum Kinder draußen spielen sollten

Laut der Wiener Psychotherapeutin MMag. Karin Haiderer fördert das Spielen in der freien Natur das Kind auf ideale Weise. Die Kreativität, das Sozialverhalten und viele motorische Fähigkeiten werden gestärkt. Dieser Meinung sind auch unsere Leserinnen. Bei einer WOMAN-Umfrage gaben Eltern an, dass das Spielen im Freien vor allem wichtig für die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten und der Kreativität sei. Ein Teil der Befragten (18%) ist auch der Meinung, dass es aber vor allem die Gesundheit fördert.

Warum Kinder lieber draußen spielen sollten

Dreck schützt vor Allergien

Studien haben ergeben, dass Kinder, die häufiger im Dreck spielen, ein stärkeres Immunsystem und seltener Allergien oder Asthma haben. "Wir leben in einer keimreduzierten Welt. Zuhause wird alles desinfiziert und mit antibakteriellen Seifen gewaschen", sagt die Wiener Kinderärztin Dr. Margarita Wolfsberger. Dies führt dazu, dass unser Körper auf harmlose Umweltbakterien allergisch reagiert. Umso wichtiger ist es, dass Kinder häufig draußen sind und sich auch mal dreckig machen dürfen. Laut der WOMAN-Umfrage macht es auch nur 18% der befragten Eltern etwas aus, wenn ihr Kind schmutzig nach Hause kommt. Und den Kindern selbst ist es sowieso egal, wenn sie sich beim Spielen schmutzig machen (11%).

Dreck schützt vor Allergien - Kinder draußen spielen

Warum sind Kinder weniger draußen?

Laut WOMAN-Umfrage gehen Kinder am häufigsten mit Eltern oder Betreuungspersonen für 1-2 Stunden täglich nach draußen. Dazu haben 59% der Befragten die Möglichkeit mit den Kindern in den Garten zu gehen, 24% besuchen den Spielplatz und nur ein kleiner Teil der Kinder kann sich im Wald oder am See austoben. Fast 100% der Eltern haben angegeben, dass das Spielen in der Natur für die Entwicklung ihrer Kinder sehr wichtig sei. Allerdings hindere einen Großteil (70%) der befragten Eltern der Arbeitsalltag daran mehr mit den Kindern zu unternehmen.

© Video: WOMAN

Befreit die Kinder!

Dass die Kinder weniger draußen spielen als Gefängnisinsassen ist wirklich schockierend, deswegen startet der Waschmittelhersteller OMO nun eine Kampagne. Nach dem Motto „Kommt das Kind sauber nach Hause, hat es nicht genug gespielt“ will man Kinder (und Erwachsene) motivieren, wieder in der Natur zu spielen, ihre Umwelt neu zu entdecken und sich auch mal dreckig machen zu dürfen. Unter dem Titel „Befreit die Kinder“ gibt es dazu ein Video, zu sehen auf omo.at.

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Themen: Eltern, Kinder

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