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Umgang mit Arbeitskollegen

Ab sofort hat Unternehmensberaterin Anke van Beekhuis (frauenkraft.info) einmal wöchentlich die besten Tipps rund um Jobsuche, Kollegenschaft und den geglückten Umgang mit Chefs - dieses Mal: Wie du mit deinen Kollegen gut auskommst.

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Umgang mit Arbeitskollegen

Experten-Tipps vom Profi.

© Thinkstock

Was braucht es, um mit den unterschiedlichsten Kollegen gut auszukommen?

Grundsätzlich gilt: Man kann nicht jeden leiden. Manche Menschen mag man und andere findet man einfach unsympathisch. Erstere sind meist jene, die mir sehr ähnlich sind, zweitere die, von denen ich mich sehr unterscheide oder wo Neid im Spiel ist. Das ist im beruflichen wie im privaten Umfeld so. Der Unterschied zum Privatleben: Ich werde für meine Arbeit bezahlt und wenn ich dafür mit Kollegen zusammenarbeiten muss, mit denen ich mich persönlich nicht verstehe, dann ist das nebensächlich. Der Arbeitgeber möchte Ergebnisse meiner Arbeit sehen. Also: Konzentriere dich auf die beruflichen Aufgaben. Und setze auf Diplomatie, damit es mit den Kollegen klappt. Gehe wertschätzend mit den Kollegen um und tratsche nicht über sie. Gerade als Führungskraft ist das nicht angebracht, da man für sein Team ein Vorbild ist.

Wie steht es um Freundschaften im Büro? Heikel oder sogar notwendig?

Freundschaft ja, aber vergiss dabei nicht die Firma. Um die Karriereleiter hoch zu kommen, kann Freundschaft auch manchmal hinderlich sein. Es kommt immer darauf an, welche Seilschaften man hat und auf welches Pferd (Kontakte) man setzt. Oft behindert eine Freundschaft: Etwa wenn Frauen ein schlechtes Gewissen gegenüber der Freundin in der gleichen Abteilung haben, weil sie den gleichen neuen Job anstreben. Hat ihn eine bekommen, hält selten die Freundschaft. Also wähle mit Bedacht Freunde im Unternehmen aus.

Wann ist es okay, Kritik zu äußern? Wann sagt man lieber nichts?

Überlege dir immer, ob du selbst diese Kritik aushalten würdest. Dient sie einem Projekt oder den Abläufen, entscheide dich für konstruktive, sachbezogene Kritik. Heißt konkret: "Immer hast du" vermeiden, lieber "In Bezug auf den Ablauf fehlen immer termingerecht die Unterlagen. Wie wäre das zu verbessern?" wählen. Persönliche Kritik hingegen ist schwer zu äußern, weil möglicherweise nur du ein Problem mit der Person hast. Falls du nämlich zu schnell Kritik übst, könnte das zu folgenschweren Problemen führen. Bleibe auf der Sachebene!

Welche Themen sollten geklärt sein, um erst gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen?

Sachthemen (rechtliche Rahmenbedingungen wie etwa Arbeitszeiten, zwischenmenschliche Rahmenbedingungen wie Pünktlichkeit, Urlaube, Krankenstand, privates Handy, Pausenrituale, Weihnachten, Geburtstage, etc.), die für den Job wichtig sind, Rollenklarheit und Entscheidungsfreiheiten. Ein ganz wichtiger Punkt ist, miteinander zu besprechen, was jeder vom anderen benötigt um gute Arbeit zu leisten. Oft wird in Teams nicht darüber gesprochen. Jeder geht davon aus, dass der andere einschätzen kann, bis wann ich etwas benötige und in welcher Form. Kein Mensch kann jedoch Gedanken lesen. Wer über die gegenseitigen Vorstellungen spricht, spart sich später Ärger und Zeit.

Ab 12. Juli hat Anke van Beekhuis die besten Tipps für ein gutes Verhältnis zum Chef/zur Chefin. Mehr Wissen zu den Themen kannst du dir auch direkt bei Anke van Beekhuis aneignen – beim 3. Woman Management Lehrgang ab 25. September in Wien. Alle Infos dazu auf businesscircle.at.

Unternehmensberaterin Anke van Beekhuis.
Thema: Karriere

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