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Umgang mit Chefs

Ist er ein Chaot oder Nörgler? Unternehmensberaterin Anke van Beekhuis (frauenkraft.info) hat die besten
Tipps, wie der Umgang mit dem Chef klappt.

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Umgang mit Chefs
© Thinkstock

Das Verhältnis zum Chef ist angespannt. Was kann ich tun?

Kommunikation ist der Weg zur Besserung: Vorwürfe sind fehl am Platz, konstruktive Gesprächsführung hingegen ist hilfreich. Das könnte mit einer einleitenden Botschaft wie folgt klappen: "Ich bin über die Veränderung unserer Zusammenarbeit irritiert, es wirkt auf mich ein wenig angespannt." Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für ein Kompliment, z.B.: "Bis jetzt hatten wir eine gute Basis und konnten konstruktiv an Lösungen arbeiten. Sie waren dabei immer ehrlich, was ich an Ihnen sehr schätze." Dann kannst du deine Fragen stellen (konstruktiv sachlich, niemals persönlich): "Wie erleben Sie derzeit unsere Zusammenarbeit?", "Was ist aus Ihrer Sicht der Grund für die derzeitige Situation?", "Wie kann ich dazu beitragen, dass sie sich verbessert?", "Was wäre aus Ihrer Sicht notwendig, um wieder konstruktiv miteinander zu arbeiten? etc. Mache nicht den Fehler und gehe bei kleinen Problemen in die Vergangenheitsbewältigung, richte deinen Blick lieber in die Zukunft. Denn: Die Vergangenheit kann man nicht mehr verändern, die Zukunft aber kann man gemeinsam gestalten.

In Gesprächen wird es häufig laut und persönlich. Wie bringe ich es wieder zu einer konstruktiven Basis?

Bleibe sachlich und bitte um eine wertschätzende Umgangsform. Dazu gehört es auch, sich in einer normalen Lautstärke zu unterhalten. Ist das nicht möglich, verlasse den Raum und erkläre deinem Chef, dass du gerne wieder kommst, wenn er sich beruhigt hat und ihr sachlich über das Thema sprechen könnt. Du musst dich nicht anschreien lassen. Zeige Mut und Courage. Es ist wichtig, seine eigene Haltung nicht zu verlieren. Sollte dein Chef sehr persönlich werden, kontere ihm mit Sachlichkeit. So kommt er zumindest aus dem Konzept, wenn er seinen Fehler der Kommunikation nicht einsieht.

Wie viel Offenheit dem Chef gegenüber ist erlaubt?

Was deinen Job betrifft, solltest du alles offenlegen. Suchst du aber einen neuen Job, erwähne ihm gegenüber nichts. Je mehr Privates du preisgibst, desto angreifbarer bist du. Manche Chefs nützen das Wissen gerne später gegen dich. Die meisten Chefs aber wollen nur ihre Mitarbeiter besser einschätzen können und kennenlernen, um sie zu fördern oder zu unterstützen. Du musst einschätzen, zu welcher Kategorie dein Chef zählt.

Die Beziehung zum Chef kann man als gelungen bezeichnen, wenn …

… ihr miteinander die beste berufliche Performance bringt und dabei noch Spaß habt. Wenn er dich fordert, fördert und für deine Ideen ein offenes Ohr hat. Wenn eure Gespräche konstruktiv sind und ihr auch mal unterschiedlicher Meinung seid. Diskutieren sollte Bestandteil eurer Kommunikation sein. Wenn Fehler okay sind und ihr gemeinsam in schwierigen Situationen nach Lösungen sucht oder wenn deine Lösungsvorschläge angenommen werden. Wenn ihr miteinander wertschätzend und mit Respekt begegnet.

Ab 19. Juli spricht Anke van Beekhuis über das richtige Verhalten bei Mobbing am Arbeitsplatz. Mehr Wissen zu den Themen kannst du dir auch direkt bei Anke van Beekhuis aneignen – beim 3. Woman Management Lehrgang ab 25. September in Wien. Alle Infos dazu auf businesscircle.at.

Unternehmensberaterin Anke van Beekhuis.
Thema: Karriere

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