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Green Queens

Sie schenkt uns überirdisch leuchtende Haut, einen super gepflegten Körper und wallendes Traumhaar: Mutter Natur ist einfach das beste Kosmetiklabor auf Erden! Wir erklären, wie du die sanftesten und umweltfreundlichsten Schönmacher findest.

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Green Queens
© istockphoto.com

Pantone erklärt das grasgrüne "Greenery" zur Trendfarbe, hippe Modelabels bringen nachhaltige "Conscious Collections" heraus, und Stars wie Jessica Alba und Gwyneth Paltrow mischen ihre eigenen Pflegeprodukte zusammen: Die Natur ist klar im Vormarsch. Gerade was den Kosmetikbereich angeht, gibt es seit einigen Jahren einen regelrechten Hype um Green Beauty. Sie ist dank Models und Stars jetzt stylish und wird dank super Highend-Verpackungen als luxuriös empfunden. Naturkosmetik bietet auch alles, was wir brauchen: Anti-Aging-Wirkstoffe, die straffen und glätten, Antioxidantien gegen den Schutz vor freien Radikalen – aber auch Farbeffekte wie zum Beispiel ein knalliger Lidschatten ist nun ganz easy und bio möglich. Nur dass eben alles nicht direkt aus dem Chemielabor stammt, sondern zuvor in der Natur zu finden war: Pflanzen, Kräuter, Früchte und Beeren sorgen für effektive Wirkstoffe für unsere Haut. Feinste gemahlene Mineralien wie Mica wiederum schenken den besten Glanz für Lidschatten, Highlighter und Bronzer. Geht nicht, gibt's also nicht!

Gesicht und Körper im Einklang

Beauty-Booster aus der Natur. In der Green Beauty kommt die starke Kraft von natürlichen Ingredienzien zum Einsatz. Die Grundbasis der Pflegeprodukte fürs Gesicht und den Körper bilden meist hochwertige Öle wie zum Beispiel Kokos-, Avocado-, Traubenkern-, Hagebutten oder Jojobaöl. Auch die afrikanische Sheabutter ist eine der beliebtesten Ingredienzien für glatte, gepflegte Haut. Sie ist bestens verträglich, selbst bei empfindlicher Haut. Und so, wie es die Natur eingerichtet hat, macht jedes einzelne Element Sinn und hat eine sinnvolle Wirkung: Für trockene Haut an Gesicht und Körper ist zum Beispiel Avocadoöl wunderbar. Es ist ein natürlicher Weichmacher mit Omega-3-Fettsäuren, die unserem Lipidmantel guttun. Wer sich vor Lipiden und verstopften Poren eher fürchtet und Unreinheiten bekämpfen will, probiert hingegen am besten mal ein paar Tropfen von einem Traubenkernoder Teebaumöl aus. Bei Ölen ist es jedenfalls wichtig, sie immer auf die feuchte (!) Haut aufzutragen. Ohne Wasser ziehen sie nicht in die tiefere Hautschicht ein und bleiben als Ölfilm auf der Oberfläche liegen. Der größte Vorteil von reinen Ölen fürs Gesicht, den Körper oder die Haare ist vor allem ihre Stabilität. Keime oder Pilze können bei Ölen quasi nicht überleben, weshalb diese keine Parabene brauchen. Die nicht ganz unumstrittenen Parabene (Krebsverdacht) schützen das Beauty-Produkt vor Verkeimung und halten es länger "gut in Form und Farbe", haben aber eben keinen guten Ruf. Sobald ein Beauty-Produkt allerdings nicht nur ein reines Öl-Goodie ist, sondern Wasser dabei ist, steigt die Keimgefahr. Wer Parabene trotzdem von seiner Haut fernhalten will, setzt am besten auf zertifizierte Naturkosmetik - diese ist generell parabenfrei. Ansonsten noch ratsam: Produkte in einem "Airless Spender" kommen auch ohne Parabene aus, da sie luftdicht verpackt sind (mit Pumpmechanismus). Völlig frei von bedenklichen Stoffen und noch dazu extrem frische Kosmetik gibt's in der eigenen Küche: Mit Salz oder Zucker und dem Lieblingsöl oder etwas Aloe-Vera-Gel lassen sich unzählige feine Peeling-Kreationen mischen. Aus Obst und Gemüse sowie Honig und Eiern wiederum schafft man die biologischsten Beauty-Produkte der Welt.

Supermähne ohne Mühe

Haarige Sache. Du hast es bestimmt schon mal gehört: Silikone in Haarprodukten werden gerne kritisch betrachtet. Sie werden für seidige, glänzende Mähnen eingesetzt. Kritikpunkt: Sie sollen quasi keine Pflegewirkung haben sowie schwer aus den Haaren abwaschbar sein. Silikone sind auch tatsächlich unbedenklich und kommen in vielen Goodies vor, weil sie Produkten eine tolle, seidige Haptik verleihen. Durch die Silikonöle gleitet zum Beispiel der Primer übers Gesicht, und Faltenfiller-Cremes füllen optisch jede Linie aus. Umwelttechnisch sind sie jedoch sehr bedenklich: Kleinste Silikonpartikel landen über die Dusche zuletzt in unserem Grundwasser – für viele ein Grund, auf diese komplett zu verzichten. Die Kosmetikriesen bemerken die Bedenken der Käufer zum Glück immer mehr und verzichten bei der Haarpflege oft auf Silikone. Doch beim Make-up und der Pflege sind sie teils noch stark vertreten. Erkennen kannst du diese an den Bezeichnungen mit den Endungen "-cone" und "-xane". In zertifizierter Naturkosmetik müssen Silikone draußen bleiben.

Alles vegan oder was?

Tierfrei gut. Ob Naturkosmetik oder konventionelle Kosmetik, macht keinen Unterschied. Vegan gekennzeichnete Beauties kommen ohne tierische Produkte aus. Ein verlässliches Gütesiegel ist dafür die Veganblume. Doch vegan heißt nicht automatisch natürlich: Der Inhalt kann bei konventionellen Marken synthetisch sein.