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Und endlich wieder fühlen: WOMAN-Talk mit der Bestsellerautorin Eva-Maria Zurhorst

Zufriedenheit, Glück und Wärme strahlt Eva-Maria Zurhorst aus. Die 47-jährige deutsche Autorin sitzt mir bei unserem Exklusiv-Interview in ihrem traumhaften Garten in Wuppertal gegenüber und spricht über den richtigen Weg und die ureigene Kraft.


Und endlich wieder fühlen: WOMAN-Talk mit der Bestsellerautorin Eva-Maria Zurhorst
© Boris Breuer

Genau das, womit sie Millionen von Lesern ihrer „Liebe dich selbst“-Bücher (www.liebedichselbst.de) Mut machen möchte, lebt sie jeden Tag: sich selbst annehmen, sich anhand individueller Krisen, Hürden und Verletzungen selbst finden. Und sie verrät, wie jeder dadurch sein Leben völlig verändern kann! Auch ihr neuestes Projekt „Satt und glücklich“ (Infos S. 62) hat viel mit ihren eigenen Bedürfnissen und Erlebnissen zu tun. Gewohnt provokant fordert sie diesmal nicht weniger als eine sanfte Revolution der Frauen!

Frau Zurhorst, Sie wollen eine „Revolution der Frauen bewirken, die sie zu ihrer wahren weiblichen Kraft zurückbringt“ – was verstehen Sie darunter?
Ich glaube, es ist Zeit für eine Ära nach der Emanzipation, die uns geholfen hat, aus allen Grenzen und Gefängnissen auszubrechen. Aber wir haben dazu männliches Instrumentarium in die Hand genommen, dieses „Machen“: Wenn mir was nicht gefällt, lass ich mich scheiden. Wenn ich weiter will, setz ich mich durch. Bin ich von etwas überzeugt, kämpf ich darum. Typisch männlich! Viele Frauen bekommen alles toll hin und hören: Super, wie du das schaffst – mit Job, Mann, Haus, fünf Kindern. Und auch noch den Salsakurs! Aber sind diese Frauen glücklich? Ich erlebe immer öfter, dass viele sich hinter diesen perfekten Fassaden leer und unerfüllt fühlen.

Funktionieren wir also nur noch, anstatt zu leben?
Ja, viele perfektionieren sich zu Tode. Viele Frauen leben dadurch in unfreiwilliger permanenter Konkurrenz und dem Gefühl „So, wie ich bin, reiche ich nicht aus“: Die ist hübscher, jene schlanker, diese erfolgreicher, die Nächste beliebter.

Sollen wir besser den tradierten Weg nehmen und wieder zurück an den Herd?
Um Himmels willen, nein! Meine ganze Leidenschaft für mein „Satt und glücklich“-Projekt ist: deutlich und bewusst zu machen, dass wir uns nicht mehr spüren, unsere wahren Bedürfnisse nicht mehr fühlen! Dass wir unseren Kopf, den Verstand nutzen können, ja. Aber das bringt uns nur begrenzt Zufriedenheit und Erfüllung. Wir denken, wir sind glücklich, nur wir fühlen es nicht. Verantwortung, Verpflichtung, Moral oder Opferhaltung … jeder hat sein sicheres System. Lebendigkeit und Raum für Gefühle bleiben dabei auf der Strecke. Dass die Welt einen Wandel braucht, darin sind wir uns ja wohl alle einig. Die männlichen Wege kollabieren überall.

Was sind denn nun unsere weiblichen Mittel?
Meine These ist, dass Frauen das ganzheitlichere Handwerkszeug haben, diese Welt zu ändern: empfindsam sein, auf Gefühle und Instinkte vertrauen, genießen können, einfach offen und empfänglich ein. Nur haben wir das Vertrauen in unsere Stärken nicht mehr.

LESEN Sie das ganze Interview in WOMAN 19/09!